Version 2.2.0, Stand: 29. Oktober 2026
Diese Erklärung beschreibt Workspace ab Version 2.2.0 (Build 54), den Android-Launcher mit der Paketkennung com.schukai.nucleus. Sie gilt für den Startbildschirm, die optionale Einrichtung getrennter Arbeits-Apps, die Firmenverbindung und den lokalen Authenticator sowie den optionalen direkten Geräteabgleich.
Verantwortlicher und Kontakt
Verantwortlich für das App-Angebot ist schukai, Eichenstraße 26, 82290 Landsberied, Deutschland. Datenschutzanfragen richten Sie an hey@schukai.com. Weitere Kontaktangaben stehen im Impressum von schukai.
Bei einer Firmenverbindung verarbeitet auch der Betreiber der ausgewählten schukai Workspace-Instanz Daten. Dessen Datenschutzhinweise und Zuständigkeit für Firmenkonten und Serverdaten gelten ergänzend.
Startbildschirm und lokale Daten
Der Launcher funktioniert ohne Konto und ohne Firmenverbindung. Er ermittelt über Android die verfügbaren App-Einträge, Namen, Symbole und zugänglichen Arbeitsprofile. Diese Angaben ermöglichen die App-Liste und das Öffnen der gewählten App. Sie werden vom Launcher nicht als App-Inventar an schukai gesendet.
Favoriten, selbst benannte Listen, Firmenangaben, Darstellung, Filter und Gesteneinstellungen werden lokal gespeichert. Nur wenn Sie den unten beschriebenen Geräteabgleich einschalten und Geräte ausdrücklich koppeln, werden die dafür ausgewählten Layoutdaten an diese Geräte übertragen. Für die Sortierung nach Nutzung speichert Workspace lokal Zähler und Zeitpunkte der über den Launcher geöffneten Apps. Die App enthält keine Werbe- oder Analyse-Dienste.
Beim Starten einer anderen App wechselt Android zu dieser App. Ihre Inhalte, Konten und Server unterliegen deren eigenen Datenschutzhinweisen. Workspace liest dadurch keine Nachrichten, Kontakte oder Inhalte dieser Apps aus.
Eigene Hintergründe und Bildauswahl
Wenn Sie ein eigenes Hintergrundbild wählen, liest Workspace die von Ihnen über Android ausgewählte Bilddatei, verarbeitet sie lokal und speichert eine Kopie im privaten App-Speicher. Workspace lädt das Bild nicht zu schukai hoch. Ein über Android gewählter Datei- oder Cloud-Anbieter verarbeitet den Zugriff gegebenenfalls nach seinen eigenen Datenschutzhinweisen.
Die lokale Bildkopie und die gewählte Farbe, der Farbverlauf sowie die Bildschirmausrichtung gehören nicht zum Layout-Export oder zum Geräteabgleich. Beim Entfernen oder Ersetzen des Bildes wird die nicht mehr verwendete lokale App-Kopie gelöscht. Die ursprüngliche Bilddatei beim gewählten Anbieter bleibt erhalten.
Getrennte Arbeits-Apps und externe Stores
Auf Wunsch richtet Android nach Ihrer Bestätigung ein Arbeitsprofil ein. Workspace verwaltet nur das von ihm eingerichtete Arbeitsprofil. Ein solches Profil trennt die darin installierten Apps und deren Daten vom privaten Profil. Eine Favoritenliste allein erzeugt diese Trennung nicht.
Workspace zeigt unterstützte Arbeits-Apps an und kann bereits installierte Apps öffnen, pausieren oder nach Android-Bestätigung deinstallieren. Schutzoptionen betreffen nur das eigene Arbeitsprofil. Ein lokal eingetragener Firmenname ist keine bestätigte Firmenverbindung.
Workspace importiert, teilt, lädt oder installiert keine APK-Dateien. Verfügbare Store-Links öffnen Sie ausdrücklich; die Installation und die dortige Datenverarbeitung übernimmt der externe Anbieter. Für ihn gelten seine eigenen Datenschutzhinweise. Nicht jeder Store ist in jedem Arbeitsprofil verfügbar. Die lokale Profilverwaltung übermittelt kein App-Inventar an einen Verwaltungsserver.
Beim Wechsel von einer früheren Version bereinigt Workspace seine ausstehenden Installationsvorgänge, zwischengespeicherten APK-Dateien und die frühere APK-Weiterleitung ins Arbeitsprofil. Bereits installierte Apps und ihre Daten, der Firmenname und ältere lokal gespeicherte Signaturfingerabdrücke bleiben erhalten. Eine ausstehende Installation wird dabei nicht automatisch ausgeführt.
Android stellt außerdem Funktionen zum Pausieren oder Entfernen des Arbeitsprofils bereit. Beim bestätigten Entfernen werden die Apps und lokalen Daten dieses Arbeitsprofils gelöscht. Private App-Daten werden dadurch nicht entfernt. Daten, die eine Arbeits-App bereits auf einem Server gespeichert hat, werden durch das Entfernen des Profils nicht automatisch gelöscht.
Die gesonderte optionale Sperrgeste benötigt eine Android-Geräteadministrator- Freigabe zum Sperren des persönlichen Geräts. Diese Freigabe ermöglicht keine Fernverwaltung und keine Übertragung privater App-Inhalte.
Firmenverbindung und Kamera
Der Unternehmenszugang ist standardmäßig ausgeschaltet und kann in den Einstellungen für dieses Gerät eingeschaltet werden. Er ist unabhängig vom Geräteabgleich und vom lokalen Authenticator. Erst wenn Sie eine Firmenverbindung starten, kommuniziert Workspace mit der von Ihnen ausgewählten HTTPS-Instanz. Für die Kopplung werden Kopplungskennung, Bestätigungsdaten, die Gerätebezeichnung „Workspace Android“, die Plattform Android und die App-Version übertragen. Der Server verarbeitet dabei auch die für die Verbindung technisch erforderliche IP-Adresse.
Nach Ihrer Bestätigung liefert die Instanz eine Sitzung und den zugehörigen Firmenkontext zurück. Weitere Anfragen zur Prüfung der Identität und zum Abmelden verwenden diese Sitzung. Die Sitzungsschlüssel werden auf dem Gerät mit Android Keystore verschlüsselt und sind von Konfigurationsexporten und der von der App konfigurierten Android-Sicherung ausgeschlossen.
Die Kamera wird nur nach Ihrer Freigabe zum Lesen des Verbindungs-QR-Codes verwendet. Kamerabilder werden lokal ausgewertet, nicht als Bilder hochgeladen und nicht als Aufnahme gespeichert. Die im QR-Code enthaltenen Kopplungsdaten werden für die von Ihnen gestartete Firmenverbindung verwendet.
Welche Protokolle und Kontodaten die Firmeninstanz speichert und wie lange sie diese aufbewahrt, richtet sich nach dem Betreiber und dessen Datenschutzhinweisen. Eine manuell eingetragene Firma ist noch keine bestätigte Serververbindung.
Optionaler direkter Geräteabgleich über Bluetooth
Der Geräteabgleich ist standardmäßig ausgeschaltet. Wenn Sie ihn einschalten, fragt Android nach der Berechtigung für Geräte in der Nähe. Workspace nutzt Bluetooth zum Auffinden und Verbinden der von Ihnen gewählten Geräte, nicht zur Bestimmung Ihres Standorts. Der ausdrücklich gestartete QR-Scanner nutzt mit Ihrer Freigabe die Kamera; die Bilder werden lokal ausgewertet und nicht hochgeladen oder als Aufnahme gespeichert.
Zum Koppeln verwenden die Geräte eine zeitlich begrenzte Einladung und einen von Ihnen auf beiden Geräten zu vergleichenden und zu bestätigenden Code. Workspace erzeugt dafür eine eigene Installationsidentität mit einem im Android Keystore verwahrten privaten Schlüssel. Die Geräte prüfen gegenseitig ihre Zertifikate; eine Android-Bluetooth-Kopplung allein erteilt noch kein Vertrauen in Workspace. Die Übertragung erfolgt direkt über Bluetooth mit zusätzlicher TLS-1.3-Verschlüsselung und gegenseitiger Zertifikatsprüfung. Es werden dafür weder ein schukai-Server noch ein Cloud- oder Google-Nearby-Dienst eingesetzt.
Übertragen werden die portablen Favoritenlisten mit ihren Namen, Kennungen, Reihenfolgen, App-Paket- und Komponentenkennungen sowie Bezeichnungen und den zugehörigen Design- und Hell-/Dunkel-Einstellungen. Das kann erkennen lassen, welche Apps Sie als Favoriten verwenden. Die Inhalte dieser Apps werden nicht ausgelesen oder übertragen. Firmenangaben und -sitzungen, Authenticator-Inhalte, Nutzungszähler und -verläufe, konkrete Android-Arbeitsprofilkennungen, die aktive Listenauswahl und sonstige gerätelokale Einstellungen sind davon ausgenommen. Die oben beschriebenen Hintergrundbilder, Farben, Farbverläufe und die Bildschirmausrichtung bleiben ebenfalls lokal.
Workspace speichert privat auf dem Gerät die Namen und Bluetooth-Adressen der gekoppelten Geräte, ihre Zertifikatsfingerabdrücke und Vertrauenszuordnungen, den Zeitpunkt des letzten erfolgreichen Abgleichs sowie gemeinsame Vergleichsstände der Layouts. Bei Konflikten werden die betroffenen Layouts und eine gegebenenfalls getroffene Auswahl für die Auflösung aufbewahrt. Diese Angaben dienen dem Wiederverbinden, dem Erkennen von Änderungen und der sichtbaren Konfliktauflösung. Die Installationsidentität, Vertrauensdaten und Vergleichsstände gelangen nicht in den Konfigurationsexport, Diagnoseexport oder die von der App konfigurierte Android-Sicherung.
Der Abgleich läuft nur, während die Funktion eingeschaltet und Workspace im Vordergrund ist. Bereits gekoppelte Geräte können sich dann erneut verbinden und Layoutänderungen abgleichen. Eine Hintergrundzustellung wird nicht zugesagt. Layoutdaten können über weitere ausdrücklich gekoppelte Geräte weitergegeben werden; jede direkte Verbindung setzt eigenes Vertrauen voraus. Bluetooth-Metadaten und gekoppelte Geräte sind auch Android bekannt. Die Anwendung macht die Geräte gegenüber Android nicht anonym.
Ausschalten stoppt Verbindungen und laufende Abgleichsvorgänge, löscht aber nicht die gespeicherten Vertrauensdaten oder Ihre Layouts. Entfernen Sie ein gekoppeltes Gerät, wird diese direkte Vertrauensbeziehung samt ihrem Vergleichsstand lokal entfernt. Beziehungen auf anderen Geräten und bereits dort gespeicherte Daten werden dadurch nicht gelöscht. Vergleichsstände werden bei weiteren Abgleichen ersetzt; die eigene Installationsidentität bleibt bis zum Löschen der App-Daten oder zur Deinstallation erhalten.
Getrennte Übertragung einer verschlüsselten Authenticator-Sicherung
Unabhängig vom Layoutabgleich können Sie eine bestehende, mit einer eigenen Passphrase verschlüsselte Authenticator-Sicherung ausdrücklich an ein gewähltes vertrauenswürdiges Gerät übertragen. Der Export erfordert eine erneute Authentifizierung in Guard; auch das empfangende Gerät muss den Empfang bestätigen. Über die verschlüsselte Bluetooth-Verbindung wird nur die zusätzlich passphrasenverschlüsselte Sicherungsdatei übertragen. Eine automatische Synchronisation des Tresors oder eine Übertragung von Geräteschlüsseln, Passphrasen oder unverschlüsselten Einrichtungsschlüsseln findet nicht statt.
Für diese Übertragung liegen die verschlüsselte Datei und ihre Zuordnungsangaben zum Gerät vorübergehend im privaten App-Speicher beider Geräte. Diese Ablage ist von öffentlichen Dateien, Konfigurationsexporten und der von der App konfigurierten Android-Sicherung ausgeschlossen. Die vorübergehenden Dateien haben eine Frist von 24 Stunden; abgelaufene Dateien werden beim nächsten Zugriff auf diese Ablage bereinigt. Sie können die bereitgestellten Dateien auch ausdrücklich entfernen. schukai erhält weder diese Datei noch die Passphrase über einen Server.
Die empfangene Datei wird erst nach Ihrer gesonderten Eingabe der Passphrase, Prüfung der Vorschau und Authentifizierung über den vorhandenen Wiederherstellungsablauf übernommen. Erfolgreiche Übertragung bedeutet noch keine erfolgreiche Wiederherstellung. Bereits auf dem empfangenden Gerät wiederhergestellte Konten oder separat gespeicherte Sicherungsdateien werden durch das Trennen der Geräte nicht gelöscht. Bewahren Sie weiterhin eine unabhängige nutzbare Sicherung und die Passphrase getrennt auf.
Export, Aufbewahrung und Löschung
Konfigurationen exportieren Sie ausdrücklich an einen von Ihnen gewählten Speicherort. Die exportierte Launcher-Konfiguration enthält keine Sitzungsschlüssel. Für einen gewählten Cloud-Speicher gelten zusätzlich die Bedingungen des Speicheranbieters. Exportierte Dateien und Kopien müssen Sie dort selbst löschen.
Lokale Einstellungen bleiben bis zu Ihrer Änderung, einem Zurücksetzen oder dem Löschen der App-Daten erhalten. Ein Layout-Reset löscht keine Daten anderer Apps. Beim Entfernen einer Firmenverbindung löscht Workspace die lokale Sitzung; ein serverseitiger Abmeldeversuch ersetzt keinen Antrag auf Löschung des Firmenkontos. Wenden Sie sich dafür an den Betreiber der Firmeninstanz.
Der Besuch der verlinkten Website erfolgt über Ihren Browser. Für diesen Besuch gilt ergänzend die Website-Datenschutzerklärung.
Zweck, Rechtsgrundlagen und Ihre Rechte
Die Verarbeitung dient der Bereitstellung der von Ihnen angeforderten App-Funktionen und, bei einer Firmenverbindung, der bestätigten Anmeldung. Soweit schukai hierfür personenbezogene Daten zur Vertragserfüllung verarbeitet, ist die Grundlage Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO. Bei Firmenkonten legt der jeweils verantwortliche Betreiber die einschlägige Rechtsgrundlage fest. Eine Android-Berechtigung allein ersetzt diese Rechtsgrundlage nicht.
Nach Maßgabe der gesetzlichen Voraussetzungen haben Sie Rechte auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung und Datenübertragbarkeit. Sie können einer auf berechtigten Interessen beruhenden Verarbeitung widersprechen und eine erteilte Einwilligung für die Zukunft widerrufen. Außerdem können Sie sich bei einer Datenschutzaufsichtsbehörde beschweren. Richten Sie Anfragen zu schukai an den oben genannten Kontakt und Anfragen zu einer fremd betriebenen Firmeninstanz an deren Betreiber.
Frühere Workspace-Versionen
Workspace vor Version 2.0.0 war eine andere Oberfläche mit Online-Funktionen für Arbeitszeiten, Aufgaben und Service-Chat. Diese Erklärung behauptet nicht, dass jene Funktionen ausschließlich lokal arbeiteten. Für die damaligen Verarbeitungen gelten die dazugehörigen Informationen des jeweiligen Angebots und Serverbetreibers. Die neue Launcher-Version wandelt vorhandene Alt-Daten nicht in Favoriten um und löscht sie nicht automatisch.
Lokaler Authenticator ab Version 2.1.0
Wenn Sie den Authenticator verwenden, speichert Workspace Anbieter, Kontonamen und TOTP-Einrichtungsschlüssel in einem eigenen verschlüsselten lokalen Speicher. Der Zugriff verlangt die Android-Gerätesperre oder starke Biometrie und hardwaregestützten Schlüsselschutz. Workspace erhält keine Kopie Ihrer Geräte-PIN oder biometrischen Merkmale. Der Bereich wird beim Verlassen und nach zwei Minuten ohne Bedienung gesperrt. Zum Scannen eines Einrichtungs-QR-Codes wird die Kamera erst nach Ihrer Aktion und Android-Zustimmung verwendet. Die Codeberechnung benötigt keine Netzwerkverbindung und übermittelt keine Schlüssel an schukai.
Backup und Wiederherstellung erfolgen nur auf Ihre Anforderung. Die separate Backup-Datei enthält Kontonamen und Einrichtungsschlüssel, verschlüsselt mit einer eigenen Passphrase. Sie wählen den Speicheranbieter über Android; ein gewählter Cloud-Anbieter kann die verschlüsselte Datei nach seinen eigenen Bedingungen verarbeiten. schukai erhält weder die Datei noch die Passphrase. Dieser Vorgang ist vom Export der Launcher-Einstellungen getrennt. Bewahren Sie die Datei außerhalb des Handys und ihre Passphrase getrennt auf; ohne nutzbares Backup und Passphrase kann schukai verlorene Konten nicht wiederherstellen.
Codes gelangen nur nach Ihrer Kopieraktion in die Android-Zwischenablage. Workspace markiert sie als sensibel und versucht, seine eigene Kopie nach 30 Sekunden oder beim Sperren zu löschen. Android und andere Apps können Kopien anderweitig verarbeiten; eine bereits weitergegebene Kopie kann Workspace nicht zurückholen.
Einzelne Authenticator-Einträge können Sie im Authenticator löschen. Beim Löschen der Workspace-App-Daten oder Deinstallieren der App wird auch ihr lokaler Authenticator-Speicher entfernt. Gesondert gespeicherte Backup-Dateien werden dadurch nicht gelöscht; entfernen Sie diese beim gewählten Speicheranbieter.