Datenschutzerklärung für Proofara Receive

  • Veröffentlichungspfad: https://www.schukai.com/de/datenschutz/proofara/receive/
  • Stand: 27. Oktober 2026
  • App: Proofara Receive
  • Android-Paket-ID: com.schukai.proofara

1. Geltungsbereich

Diese Datenschutzerklärung beschreibt die Verarbeitung personenbezogener Daten durch die Android-App Proofara Receive, den optionalen Ende-zu-Ende-verschlüsselten Proofara-Sync und den bewusst ausgelösten Supportbericht, die optionale Kaufprüfung über Google Play und die freiwillige Nucleus-Anbindung.

Proofara Receive dokumentiert geschäftliche Warenannahmen und Abweichungen wie Schäden, Fehlmengen oder Falschlieferungen. Die App kann auf einem einzelnen Gerät ohne Proofara-Konto und ohne Proofara-Sync verwendet werden.

2. Verantwortlicher und Datenschutzkontakt

schukai
Eichenstraße 26
82290 Landsberied
Deutschland

Datenschutzfragen können Sie an hey@schukai.com richten. Weitere Anbieterangaben stehen im Impressum.

Nutzt eine Organisation Proofara Receive für ihren Wareneingang, ist diese Organisation regelmäßig für die von ihr eingegebenen Geschäfts- und Personendaten verantwortlich. Das betrifft insbesondere Daten ihrer Beschäftigten sowie Angaben zu Lieferanten, Frachtführern und deren Ansprechpartnern. Soweit schukai beim gebuchten Sync Daten im Auftrag verarbeitet, gelten die vertraglichen Datenschutzunterlagen und eine gegebenenfalls abgeschlossene Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung.

3. Lokal verarbeitete Daten

Je nach Nutzung verarbeitet die App lokal:

  • Organisations-, Standort-, Mitarbeiter- und Rollendaten;
  • Liefer-, Transport-, Packstück- und Produktreferenzen;
  • Angaben zu Lieferanten, Frachtführern und Ansprechpartnern;
  • Fotos von Lieferungen, Verpackungen, Labeln und Dokumenten;
  • Abweichungen, Freitext, Entscheidungen und Bestätigungen;
  • Zeitpunkte, Audit-Ereignisse und technische Zustände;
  • Abschluss- und Fahrerbestätigungen einschließlich Unterschriften.

Diese Daten liegen im privaten App-Speicher. Originalmedien und fachliche Daten werden verschlüsselt gespeichert. Die optionale Geräte-PIN schützt den Zugang zur lokalen Sitzung. Android-Systembackups und der automatische Gerätetransfer sind für Proofara Receive deaktiviert.

Die nutzende Organisation legt Zweck, Umfang, Rechtsgrundlage und Aufbewahrungsdauer der betrieblichen Vorgangsdaten fest. Beschäftigte erhalten die zugehörigen Informationen von ihrer Organisation.

4. Kamera, Dateien und Exporte

Die Kamera wird erst nach einer Android-Berechtigungsabfrage verwendet. Fotos entstehen nur durch eine ausgelöste Aufnahme. Vorhandene Bilder und Recovery-Dateien können über die Android-Dateiauswahl eingelesen werden.

Berichte, Nachweispakete und verschlüsselte Recovery-Dateien werden nur nach einer bewussten Aktion exportiert. Die Person am Gerät wählt Ziel-App oder Speicherort. Außerhalb des geschützten App-Speichers richtet sich die weitere Verarbeitung nach dem gewählten Empfänger oder Dienst.

5. Barcode- und Texterkennung mit Google ML Kit

Proofara Receive verwendet Google ML Kit für Barcode- und Texterkennung. Nach den ML-Kit-Datenschutzhinweisen werden Bilder, Texte und Erkennungsergebnisse auf dem Gerät verarbeitet und nicht an Google-Server gesendet.

Die ML-Kit-Bibliotheken senden jedoch technische Metriken über Leistung und Nutzung der Programmierschnittstellen an Google. Nach der ML-Kit-Datenoffenlegung gehören dazu:

  • Hersteller, Modell, Betriebssystem, Build und verfügbare ML-Hardwarebeschleuniger;
  • Paketname und App-Version;
  • bei den in Proofara gebündelten Funktionen eine installationsbezogene Kennung, die nicht zur eindeutigen Identifikation einer Person oder eines physischen Geräts bestimmt ist;
  • Leistungswerte wie Latenz;
  • API-Konfigurationen wie Bildformat und Auflösung;
  • Größe der Ein- und Ausgaben ohne deren Inhalt;
  • Feature- und SDK-Versionen, Ereignistypen und Fehlercodes.

Google nennt Diagnose, Messung, Wartung und Verbesserung der APIs sowie die Erkennung von Missbrauch als Zwecke. Die Übertragung ist laut Google per HTTPS verschlüsselt. Proofara erhält diese ML-Kit-Metriken nicht und verwendet sie nicht für eigene Produktanalysen oder Werbung.

Empfänger ist Google. Für Personen im Europäischen Wirtschaftsraum beschreibt Google regelmäßig Google Ireland Limited als zuständiges Unternehmen. Google kann Daten auch außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums verarbeiten. Informationen dazu stehen in der Google-Datenschutzerklärung und in Googles Hinweisen zu internationalen Datenübertragungen.

schukai stützt die Einbindung der technischen ML-Kit-Metriken auf Art. 6 Abs. 1 Buchst. f DSGVO. Das berechtigte Interesse liegt in einer leistungsfähigen, wartbaren und gegen Missbrauch geschützten lokalen Erkennung. Bei der Abwägung werden insbesondere der technische Umfang, die fehlende Übertragung der Erkennungsinhalte und die alternative manuelle Eingabe berücksichtigt.

6. Optionaler Ende-zu-Ende-verschlüsselter Sync

Ohne Freischaltung sendet der lokale Betrieb keine Vorgänge an einen Proofara-Dienst. Diese Aussage betrifft die Proofara-Dienste; die in Abschnitt 5 beschriebenen ML-Kit-Metriken sind davon unabhängig.

Nach bewusster Freischaltung kann eine Organisation den verwalteten Sync einrichten. Fachinhalte, Originalmedien, Namen, Referenzen, Freitext und Unterschriften werden vor der Übertragung auf dem Gerät Ende-zu-Ende verschlüsselt. Proofara-Relay und äußerer Transport besitzen keine Entschlüsselungsschlüssel für diese Inhalte.

Für den technischen Betrieb verarbeitet der Relay pseudonyme Organisations-, Geräte-, Stream- und Ereigniskennungen, technische Zeitpunkte, Objektgrößen, Ciphertext-Hashes, Signaturprüfdaten sowie Zugriffs- und Quoteninformationen. Diese Metadaten sind für Gerätezugriff, Synchronisation, Integritätsprüfung und Betrieb erforderlich. Die Übertragung erfolgt verschlüsselt.

6a. Google Play Billing und lokale Freischaltung

Im lokalen und Team-Modus nutzt die App Google Play Billing, um Angebote und vorhandene Käufe abzufragen. Beim Start und bei der Rückkehr in die App werden bestätigte Käufe erneut geprüft. Im Nucleus-Modus startet dieser Billing-Client nicht. Die Zahlung verarbeitet Google nach seinen Bedingungen. Proofara erhält keine Kreditkarten- oder Bankdaten.

Für die Kaufprüfung überträgt die App den Play-Kauftoken, die Produktkennung, zufällige Organisations- und Gerätekennungen, den öffentlichen Gerätesignaturschlüssel und einen signierten Gerätenachweis über HTTPS an den getrennten Entitlement-Dienst. Google erhält beim Kauf eine aus der zufälligen Organisationskennung abgeleitete pseudonyme Accountkennung. Der Dienst prüft den Kauf bei Google und bestätigt ihn; ausstehende Zahlungen schalten nicht frei.

Der Kauftoken wird serverseitig verschlüsselt gespeichert. Ein Token-Digest verhindert widersprüchliche Zuordnungen. Lizenzbindung und Prüfstatus bleiben von den Beweisakten getrennt. Die Verarbeitung dient der Vertragsdurchführung, Wiederherstellung und Missbrauchsabwehr nach den in Abschnitt 8 genannten Rechtsgrundlagen. Eine bestätigte lokale Freischaltung kann offline genutzt werden. Eine Erstattung oder ein Widerruf wird bei erfolgreicher erneuter Onlineprüfung berücksichtigt. Eine Deinstallation löscht die serverseitige Kaufbindung nicht automatisch; für Anfragen gilt der Datenschutzkontakt.

6b. Freiwillige Nucleus-Anbindung

Vor dem Verbinden zeigt die Android-App den Nucleus-Empfänger und die Ablage an. QR-Code, Vergleichscode und Bestätigung im Nucleus-Browser führen zu einer lokal geschützt gespeicherten persönlichen Sitzung für den aktiven Mandanten. Eine signierte gerätegebundene Erfassungsfreigabe gilt nach Onlinebestätigung sieben Tage. Ein Netzausfall wechselt den Empfänger nicht.

Berichte, Originalfotos, getrennte Annotationen, versionierte Manifeste und die dokumentierten Warenannahmedaten werden über HTTPS an den bestätigten Nucleus-Speicher übertragen. Nucleus erhält normal lesbare Inhalte, darunter je nach Erfassung Namen, Notizen, Lieferangaben, Unterschriften und optionale Ortsangaben. Berechtigte Nucleus-Benutzer können diese Inhalte lesen. In diesem Modus entsteht keine zusätzliche Kopie im Proofara-Team-Relay.

Für Zwecke, Berechtigungen, Aufbewahrung und Löschung dieser Belege ist die nutzende Organisation nach ihren Nucleus-Betriebs- und Datenschutzverträgen verantwortlich. Das Trennen entfernt den lokalen Zugang, erhält aber Akten und noch offene Übertragungen für ihren ursprünglichen Empfänger. Es löscht keine bereits in Nucleus gespeicherten Belege.

7. Einwilligungsgebundener Supportbericht

Proofara Receive versendet keinen Supportbericht automatisch. Eine Übertragung beginnt erst, wenn eine Person einen kurzlebigen Supportcode eingibt, die Vorschau prüft und der einmaligen Übertragung ausdrücklich zustimmt.

Der Bericht enthält die eingegebene Supportnachricht sowie die in der Vorschau genannten App-, Betriebssystem-, Geräte-, Sprach-, Netzwerk- und pseudonymen Betriebskategorien. Das geschlossene Schema enthält keine Vorgänge, Lieferreferenzen, Namen, Fotos, Unterschriften, Schlüssel, Tokens, IP-Adressen oder Dateipfade.

Der Bericht wird auf dem Gerät für den Supportdienst verschlüsselt. Er wird spätestens nach 14 Tagen gelöscht. Mit dem nur lokal angezeigten Löschsecret kann die Person am Gerät ihn früher entfernen. Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 Buchst. a DSGVO, soweit die Übertragung auf einer Einwilligung beruht; ansonsten richtet sie sich im Organisationsverhältnis nach Art. 6 Abs. 1 Buchst. b oder f DSGVO. Eine erteilte Einwilligung kann mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.

8. Zwecke und Empfänger

schukai verarbeitet lesbare technische Daten nur, soweit dies für Freischaltung, Syncbetrieb, Zugriffsschutz, Quoten, Support, Sicherheit und Fehlerbehebung erforderlich ist. Rechtsgrundlagen sind je nach Betriebs- und Vertragsverhältnis Art. 6 Abs. 1 Buchst. b und f DSGVO. Das berechtigte Interesse liegt im sicheren und nachvollziehbaren Betrieb der angebotenen Funktionen.

Empfänger können vertraglich eingesetzte Hosting- und Infrastrukturleister sein. Sie erhalten nur die für ihre Aufgabe notwendigen Daten. Fachinhalte im Sync bleiben Ende-zu-Ende verschlüsselt. Für Google ML Kit gilt die besondere Beschreibung in Abschnitt 5. Für bewusst gewählte Exportempfänger gilt Abschnitt 4.

9. Speicherung, Löschung und Recovery

Lokale Daten bleiben auf dem Gerät, bis sie in der App entfernt, die App-Daten über Android gelöscht oder die App deinstalliert werden. Eine Deinstallation löscht keine zuvor exportierten Dateien. Da Android-Systembackup und automatischer Gerätetransfer deaktiviert sind, muss die Organisation ihre verschlüsselten Recovery-Pakete selbst sicher aufbewahren und die Wiederherstellung prüfen.

Für synchronisierte Vorgänge gelten die Einstellungen, Verträge und gesetzlichen Pflichten der nutzenden Organisation. Eine Aufbewahrungssperre (Legal Hold) kann eine Löschung verhindern. Technische Betriebsdaten werden nur so lange gespeichert, wie es für den jeweiligen Zweck, vertragliche oder gesetzliche Pflichten erforderlich ist. Die besondere Frist für Supportberichte steht in Abschnitt 7.

10. Rechte und Beschwerden

Nach den gesetzlichen Voraussetzungen bestehen insbesondere Rechte auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung, Datenübertragbarkeit und Widerspruch. Eine Einwilligung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden. Außerdem besteht ein Beschwerderecht bei einer Datenschutzaufsichtsbehörde.

Im lokalen Betrieb erhält schukai keine Fachinhalte und kann diese weder einer Person zuordnen noch herausgeben. Diese Aussage gilt für den lokalen Betrieb; bei bewusst gewählter Nucleus-Ablage gelten Abschnitt 6b und die Rechte der nutzenden Organisation. Anfragen zu betrieblichen Vorgangsdaten sind deshalb zuerst an die nutzende Organisation zu richten. Fragen zu Proofara-Diensten und ML-Kit-Offenlegungen können an den oben genannten Datenschutzkontakt gesendet werden.

11. Änderungen

Diese Erklärung wird angepasst, bevor neue Datenflüsse produktiv eingesetzt werden. Dazu zählen insbesondere neue Analyse-, Diagnose-, Push- oder Werbe-SDKs, weitere Berechtigungen, serverseitig lesbare Fachinhalte, Nutzerkonten oder zusätzliche Synchronisationsdienste. Das Datum am Anfang kennzeichnet die veröffentlichte Fassung.