Antwort
Ein etabliertes Shopsystem ist häufig die bessere Wahl, wenn übliche Produktmodelle, Standard-Checkout, verbreitete Zahlungsarten und fertige Erweiterungen im Vordergrund stehen. Der Kunde profitiert dann von einem großen Ökosystem und muss weniger eigene Kernfunktionen betreiben. Individuelle Entwicklung sollte nicht dazu dienen, bekannte Standardprobleme noch einmal neu zu lösen.
Eine eigene Commerce-Grundlage wird interessanter, wenn besondere Preis-, Produkt- oder Bestellregeln dauerhaft zum Geschäftsmodell gehören, mehrere Oberflächen dieselben Abläufe verwenden oder bestehende Plattformgrenzen regelmäßig Handarbeit verursachen. Auch dann muss nicht alles individuell sein: Zahlungsdienste, Versandprovider oder Suchkomponenten können Standard bleiben. Die Entscheidung sollte Totalbetrieb, Upgradefähigkeit und Abhängigkeiten berücksichtigen – nicht nur die Kosten des ersten Releases.
Redaktioneller Stand: 3. September 2026
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