Antwort
Nein. Echtzeit ist sinnvoll, wenn eine Verzögerung unmittelbar falsche Entscheidungen erzeugt – etwa bei knappen Beständen, Zugriffsrechten oder bestimmten Auftragsstatus. Für große Produktkataloge, nächtliche Abrechnungen oder stabile Stammdaten kann ein geplanter Batch robuster und wirtschaftlicher sein. Dateien sind ebenfalls nicht grundsätzlich veraltet; bei klaren Formaten und kontrollierter Verarbeitung können sie sehr verlässlich sein.
Die Entscheidung sollte an zulässiger Verzögerung, Datenmenge, Fehlerfolgen und Fähigkeiten des Fremdsystems hängen. Häufig ist eine Kombination sinnvoll: Ereignisse melden Änderungen, während ein regelmäßiger Abgleich verlorene Meldungen erkennt. „Echtzeit“ darf außerdem nicht nur die technische Übertragung meinen. Wenn ein Zielsystem Daten erst Minuten später verarbeitet, muss die Oberfläche diesen Zwischenzustand korrekt zeigen.
Redaktioneller Stand: 3. September 2026
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