Fähigkeiten- und Prozesslandkarte

Diese Referenz ordnet die wichtigsten Workspace-Fähigkeiten nach fachlichen Bereichen, typischen Nutzerzielen und der operativen Prozesskette. Sie beschreibt öffentliche Produktinformationen auf Informationsebene und ersetzt keine Bedienanleitung für einzelne Masken.

Bereiche

BereichWofür Sie ihn nutzenTypische Ziele
Identity & AccessAnmeldung, Organisationen, Arbeitsbereiche, Rollen und BerechtigungenBenutzer sicher einladen, Zugriffe begrenzen, Arbeitskontexte sauber trennen
CRMLeads, Kontakte, Firmen, Chancen, Angebote und VorgängeVertrieb strukturieren, Nachverfolgung sichern, Angebote aus Bedarfssituationen ableiten
PIMProdukte, Varianten, Merkmale, Barcodes, Preise und veröffentlichungsfähige ProduktdatenProduktdaten konsistent pflegen, Varianten modellieren, Kataloge vorbereiten
CommerceWarenkorb, Angebot, Bestellung, Checkout, Payment, Rechnung und BelegeVerkaufsvorgänge nachvollziehbar führen, Preise und Steuern stabil dokumentieren, Rechnungen erzeugen
InventoryLager, Lagerfächer, Bestände, Reservierungen, Wareneingang und WarenausgangVerfügbarkeit prüfen, Warenbewegungen nachvollziehen, Versand aus realem Bestand ausführen
FertigungFertigungspläne, Arbeitsplätze, Fertigungsaufträge und auftragsbezogene ProduktionProdukte nach Auftrag herstellen, montieren, finalisieren oder umarbeiten
Fulfillment & ShippingSendungen, Picking, Packen, Versanddienstleister, Labels und TrackingLieferungen vorbereiten, konkrete Artikel versenden, Versandstatus dokumentieren
Workflow & AutomationStatusmodelle, Regeln, Hintergrundjobs und wiederkehrende AufgabenFachprozesse steuern, Prüfungen standardisieren, manuelle Wiederholung reduzieren
CommunicationBenachrichtigungen, Mail-Templates, Newsletter, Chat und KontaktformulareKundenkommunikation kontrolliert auslösen, Antworten in den Arbeitskontext holen
Sites & CMSÖffentliche Sites, Pages, PageTypes, Templates, Navigation, Übersetzungen, Dev-Mode, Builds und ReleasesWebsites kontrolliert bauen, prüfen, veröffentlichen und wiederherstellen
Reporting & ComplianceAnforderungen, Vertragspflichten, Kontrollen, Prüfungen, Nachweise, Dashboards und FristenPflichten verfolgen, Nachweise sichern, Vertragsrisiken erkennen, Entscheidungen vorbereiten
Documents & StorageDateien, Belege, Vorlagen, Vorschau und VersandhistorieDokumente tenant-sicher speichern, Belege erzeugen, Versand und Zugriff nachvollziehen

Nutzerziele

Benutzer arbeiten in Workspace meist entlang konkreter Aufgaben:

  • Vertriebsteams erfassen Leads, qualifizieren Chancen, erstellen Angebote und verfolgen Annahme, Bestellung und Rechnung.
  • Produktteams pflegen Produkte, Varianten, Merkmale und Preise so, dass Katalog, Storefront und interne Prozesse dieselbe Datengrundlage verwenden.
  • Fertigungsteams pflegen freigegebene Pläne, führen Fertigungsaufträge aus und buchen Ergebnisse erst nach fachlicher Kontrolle.
  • Lager- und Versandteams prüfen Bestand, reservieren verfügbare Mengen, kommissionieren Sendungen und buchen Warenbewegungen nachvollziehbar.
  • Buchhaltungsnahe Teams prüfen Rechnungsstatus, Belege, Zahlungsbezug und kaufmännische Vollständigkeit.
  • Compliance-Verantwortliche verbinden Anforderungen mit Verträgen, planen Kontrollen, verfolgen Prüfungen und sichern Nachweise.
  • Administratoren verwalten Organisation, Arbeitsbereiche, Benutzer, Rollen, Integrationen, Readiness und Betriebsparameter.
  • Site-Verantwortliche bauen öffentliche Seiten, pflegen mehrsprachige Navigation, prüfen Dev-Vorschau und veröffentlichen freigegebene Releases.
  • Entwickler nutzen Discovery, OpenAPI, nucli und Import-Jobs für robuste Integrationen.

Operative Prozesskette

Die durchgängige Prozesskette verbindet Einkauf, Lager, Verkauf, Versand und Rechnung.

SchrittErgebnisWichtige Prüfungen
EinkaufEine Einkaufsbestellung oder ein Lieferantenbezug beschreibt, welche Artikel zu welchen Konditionen beschafft werden.Lieferant, Variante, Einkaufspreis, Menge und erwarteter Lieferbezug stimmen.
WareneingangEingehende Ware wird geprüft und einem Lager oder Lagerfach zugeordnet.Seriennummern oder Chargen, akzeptierte Mengen und Zielort sind eindeutig erfasst.
LagerbestandPhysischer Bestand und verfügbare Menge werden sichtbar. Reservierungen reduzieren die operative Verfügbarkeit, ohne historische Bewegungen zu überschreiben.Bestand, Reservierung und Fachbezug passen zur geplanten Lieferung.
VerkaufAngebot, Warenkorb oder Bestellung hält Kundendaten, Positionen, Preise, Steuerkontext und Versandbezug zusammen.Preis- und Steuersnapshots bleiben nachvollziehbar; fehlende Readiness blockiert Folgeaktionen.
FertigungAuftragsbezogene Fertigung, Montage oder Finalisierung erzeugt verfügbare Ware, wenn die Bestellposition nicht direkt aus Bestand erfüllt wird.Erfüllungsstrategie, freigegebener Plan, primäres Ergebnis, Materialbestand und Tracking passen zusammen.
VersandSendung, Pickliste, Packvorgang, Versandmethode, Label und Tracking führen den Warenausgang.Die kommissionierte Ware passt zur Bestellung; seriennummern- oder chargengeführte Artikel sind konkret gebunden.
RechnungDie Rechnung entsteht aus dem kaufmännischen Vorgang und erhält finale Beleg- und Versandinformationen.Rechnungsnummer, Betrag, Steueranteile, Zahlungsstatus und Dokumentversand sind prüfbar.

Diese Kette ist besonders wichtig für physische Produkte. Digitale oder lizenzpflichtige Produkte können Verkauf und Rechnung ohne Lager- und Versandschritte durchlaufen, wenn keine physische Lieferung nötig ist. Für Angebots-, Versand- und Rechnungsdokumente gehört auch die Prüfung von Vorschau, finalem PDF und Seitenumbrüchen dazu. Die allgemeine Erklärung steht in Dokumentlayouts und PDF-Ausgabe.

Öffentliche Storefront und Commerce

Workspace kann veröffentlichte Produkt- und Commerce-Daten für öffentliche Storefronts bereitstellen. Eine Storefront liest ihren Kontext, zeigt veröffentlichte Katalogdaten, führt Warenkorb und Checkout und kann Angebots- oder Kontaktstrecken einbinden.

Öffentliche Integrationen sollten nur die veröffentlichten Storefront-Verträge verwenden. Sie dürfen keine internen Arbeitsbereichsdaten, Entwurfsstände oder administrativen Ressourcen voraussetzen.

Wichtige öffentliche Begriffe:

  • Cart Token bindet einen öffentlichen Warenkorb an einen Browser- oder Integrationskontext.
  • Widget Key identifiziert ein veröffentlichtes Website-Widget wie Chat oder Einbettung.
  • Contact Form Key identifiziert ein veröffentlichtes Kontaktformular.
  • Quote bezeichnet einen Angebotsvorgang oder eine Angebotsanforderung im Commerce-Kontext.

Integration, API und CLI

Entwickler sollten Integrationen über öffentliche Discovery- und Ressourcenverträge aufbauen:

  • Lesen Sie öffentliche Discovery, bevor ein Client konkrete Fähigkeiten annimmt.
  • Nutzen Sie veröffentlichte Einstiegspunkte und Ressourcen-Metadaten statt hart codierter Pfade.
  • Verwenden Sie nucli für wiederholbare Diagnose, API-Erkundung und Automatisierung.
  • Starten Sie Dateiimporte als Import-Jobs und prüfen Sie Reports maschinenlesbar.
  • Behandeln Sie Fehlercodes, Statuswerte und erlaubte Felder als Vertrag. Parsen Sie keine freien Fehlermeldungen.

API-Verträge bleiben versions- und rechtegebunden. Ein Client darf nur Felder und Aktionen verwenden, die der Server für den aktuellen Kontext veröffentlicht. OpenAPI hilft bei Analyse und Contract-Checks, ersetzt aber nicht die Runtime-Discovery.

Admin und Betrieb

Administratoren sichern die Nutzbarkeit der Plattform durch klare Betriebs- und Governance-Aufgaben:

  • Benutzer, Rollen, Berechtigungen und Arbeitsbereiche regelmäßig prüfen.
  • Readiness-Hinweise vor Integrations- oder Veröffentlichungsaktionen auswerten.
  • Compliance-Anforderungen, Vertragspflichten, Nachweis-Storage und Exportrechte gemeinsam steuern.
  • Public Storefronts, Sites, Domains, Zahlungsanbieter, Mail, Storage und Dokumentversand kontrolliert konfigurieren.
  • Site-Releases erst nach Validierung, Build, Vorschau und ausdrücklicher Freigabe veröffentlichen.
  • Self-Hosting-Installationen mit TLS, Backups, Updates, Ingress, Ressourcenlimits und Monitoring betreiben.
  • Änderungen zuerst in einem passenden Arbeitsbereich oder Testkontext prüfen, bevor produktive Abläufe betroffen sind.

Öffentliche Leitlinien für Oberflächen und Texte

Workspace verwendet konsistente UI-Begriffe und lokalisierte Texte. Öffentliche Dokumentation und Integrationen sollten diese Regeln übernehmen:

  • Verwenden Sie sichtbare UI-Bezeichnungen exakt so, wie Workspace sie anzeigt.
  • Nutzen Sie deutsche Umlaute in deutschen Texten; technische Identifier, URLs und API-Felder bleiben unverändert.
  • Trennen Sie öffentliche Produktbegriffe von internen Projekt- oder Implementierungsnamen.
  • Beschreiben Sie API- und UI-Verhalten über veröffentlichte Verträge, nicht über interne Implementierungsdetails.
  • Halten Sie mehrsprachige Inhalte fachlich gleichwertig, wenn eine Integration Texte in mehreren Sprachen ausgibt.