Datenaustausch für Integrationen
Nutzen Sie diese Seite, wenn Sie klären möchten, über welche Formate, Schnittstellen oder Dateien Workspace mit bestehenden Systemen Daten austauschen soll. Starten Sie fachlich: Welche Daten sollen fließen, welches System ist führend und wie sollen Fehler sichtbar werden?
Nicht jeder Eintrag auf dieser Seite ist ein fertiger Standardconnector. Einige Wege sind veröffentlichte Workspace-Verträge, andere sind projektbezogene Integrationsanforderungen, die vor der Umsetzung geprüft werden.
Geeigneten Weg wählen
| Weg | Geeignet für | Einordnung |
|---|---|---|
| REST/JSON über Workspace-APIs | Eigene Clients, Middleware, Agenturen, laufende Synchronisation | Veröffentlichten API-, Discovery- und Ressourcen-Meta-Vertrag nutzen. |
| Import-Jobs | Einmalige oder wiederholte Datenübernahmen mit Prüfung | Dokumentierter Workspace-Vertrag für asynchrone Dateiimporte. |
| CSV oder andere Dateien | Systeme mit Exportfunktion, Altdaten, einfache Listen | Projektbezogenes Mapping, Prüfung und Fehlerreport festlegen. |
| XML | E-Rechnungen, Branchenformate, Lieferanten- oder ERP-Exporte | Schema, Profil, Pflichtfelder und Validierung pro Fall prüfen. |
| Storefront-Verträge | Öffentliche Shops, Portale, Produktkataloge, Checkout | Öffentliche Storefront-Endpunkte verwenden, keine internen Admin-Pfade. |
| OpenAPI-Analyse | Contract-Checks, DTO-Generierung, Privacy-Prüfung, Tests | Hilft bei technischer Analyse; ersetzt keine Runtime-Discovery. |
| Ereignisbasierte projektbezogene Anbindung | Folgeprozesse nach Statusänderungen, neuen Vorgängen oder Beständen | Idempotenz, Wiederholung, Fehlerreport und Drittanbietergrenzen im Projekt klären. |
| EDI/EDIFACT | Handel, Großhandel, Lieferanten, Logistik, ERP- und Warenwirtschaftsprozesse | Für ORDERS, ORDRSP und APERAK in D.96A oder D.25A sowie CONTRL als Syntax-Service-Nachricht den nativen B2B-Exchange-Vertrag nutzen; andere Nachrichten und Transporte projektbezogen prüfen. |
REST, JSON und Workspace-APIs
Verwenden Sie REST/JSON, wenn ein Client oder eine Middleware Workspace regelmäßig lesen oder schreiben soll. Lesen Sie vor der Umsetzung zuerst die Discovery- und Ressourcen-Meta-Verträge. Dadurch erkennen Integrationen, welche Ressourcen, Felder, Aktionen und Fehlerantworten für den aktuellen Workspace veröffentlicht sind.
Startpunkte:
Dateien, CSV und Import-Jobs
Dateibasierter Datenaustausch passt, wenn ein System Daten exportieren kann oder wenn ein Bestand kontrolliert übernommen werden soll. Import-Jobs prüfen Dateien asynchron, liefern Zähler und verweisen auf strukturierte Reports.
Nutzen Sie diesen Weg für geplante Datenpakete, nicht für ungeprüfte Direktänderungen an Stammdaten. Legen Sie vor dem Import fest:
- welche Quelle führend ist,
- welche Spalten oder Felder auf Workspace-Felder gemappt werden,
- welche Konfliktstrategie gilt,
- wer Fehlerlisten prüft,
- ob der Lauf nur prüft oder Daten schreibt.
Details stehen in Import-Jobs.
XML und strukturierte Branchenformate
XML ist sinnvoll, wenn ein Quellsystem strukturierte Belege, Kataloge, Bestellungen oder Branchenformate liefert. XML allein reicht nicht als Integrationsvertrag. Entscheidend sind Profil, Schema, Pflichtfelder, Validierung, Zeichensatz, Nummernkreise, Einheiten und fachliche Bedeutung der Felder.
Beispiele:
- E-Rechnungen oder buchhaltungsnahe Belege,
- Lieferanten- oder Produktdaten,
- ERP-Exporte,
- Branchenformate mit eigenem XML-Schema.
Prüfen Sie bei XML immer, ob das Dokument nur archiviert, validiert, importiert oder in fachliche Workspace-Datensätze übersetzt werden soll.
EDI und EDIFACT
EDI beschreibt den strukturierten elektronischen Austausch zwischen Geschäftspartnern. EDIFACT ist eine verbreitete EDI-Standardfamilie für Handel, Logistik, Beschaffung, Lieferanten- und ERP-Prozesse.
Lesen Sie EDI/EDIFACT verstehen und einführen, wenn Sie Syntax, Verzeichnis, Partnerprofil, Mapping, Transport und Bestätigungen zuerst sauber voneinander abgrenzen möchten. Diese Seite ordnet EDI nur in die verfügbaren Integrationswege ein.
Workspace bietet einen nativen, bewusst begrenzten B2B-Exchange-Vertrag:
| Richtung | Nachricht | Verzeichnisse | Transport |
|---|---|---|---|
| Eingehend | ORDERS | D.96A und D.25A | Partner-API oder SFTP |
| Ausgehend | ORDRSP | D.96A und D.25A | Partner-API-Mailbox oder SFTP |
| Anwendungsbestätigung | APERAK gemäß Profilrichtlinie | D.96A und D.25A | Partner-API-Mailbox oder SFTP |
| Syntax-Service-Bestätigung | CONTRL 2.2 bei Syntaxversion 3 oder CONTRL 4.1 bei Syntaxversion 4 | keine Verzeichniszuordnung | Partner-API-Mailbox oder SFTP |
Partner, Identifier, Verbindung, Commerce-Bindung und versioniertes Nachrichtenprofil legen die Zuordnung fest. Die Partner-API arbeitet idempotent und tenantgebunden; der SFTP-Ausgang prüft Hostkey, Zieladresse, Größe und Hash.
Für SFTP gilt ein eigener, fester Anmeldevertrag aus Store-UUID und tenantgebundenem API-Key. Konfigurieren Sie Benutzername, Passwort, Store, Scope und ACL ausschließlich nach SFTP-Eingang konfigurieren.
Lesen Sie B2B Exchange betreiben, wenn Sie den Vertrag einrichten oder überwachen. Implementieren Sie einen API-Partner gegen B2B-Exchange-Partner-API integrieren.
Weitere Nachrichten wie PRICAT, ORDCHG, DESADV, RECADV, INVOIC, INVRPT, SLSRPT, DELFOR, DELJIT oder REMADV gehören nicht zum aktuellen nativen Vertrag. Dasselbe gilt für AS2. Behandeln Sie solche Anforderungen als getrennten Integrationsscope und prüfen Sie Nachricht, Verzeichnis, Mapping, Übertragungsweg und Fehlerverhalten, bevor Sie eine Umsetzung zusagen.
Was vor EDI/EDIFACT geklärt werden muss
Klären Sie diese Punkte, bevor ein EDI-Projekt startet:
- Welche Nachrichtentypen sollen verarbeitet werden?
- Welche Version oder Branchendialekt gilt, zum Beispiel EANCOM oder ein partnerbezogenes EDIFACT-Profil?
- Wer ist Sender, Empfänger und fachlich führendes System?
- Ist Partner-API oder SFTP geeignet, oder verlangt der Partner einen noch nicht unterstützten Übertragungsweg wie AS2?
- Werden Nachrichten nur importiert, auch erzeugt oder bidirektional abgeglichen?
- Welche Identitäten verbinden Datensätze: GLN, EAN/GTIN, SKU, Lieferantenartikelnummer, Bestellnummer oder Belegnummer?
- Welche Pflichtfelder, Einheiten, Währungen, Steuersätze und Nummernkreise gelten?
- Wie werden Syntaxfehler, fachliche Fehler, Dubletten und Teilverarbeitungen sichtbar?
- Wer prüft Testnachrichten und gibt das Mapping fachlich frei?
Entscheidungshilfe
| Situation | Empfehlung |
|---|---|
| Sie bauen einen eigenen Client oder eine Middleware. | Starten Sie mit REST/JSON, Discovery und Ressourcen-Meta. |
| Sie übernehmen Datenpakete aus einem vorhandenen System. | Prüfen Sie Import-Jobs, CSV oder dateibasiertes Mapping. |
| Ein Partner liefert XML-Belege oder Branchenformate. | Klären Sie Profil, Schema, Validierung und fachliches Zielmodell. |
Ein Handelspartner fordert ORDERS/ORDRSP in D.96A oder D.25A über API oder SFTP. | Nutzen Sie B2B Exchange und prüfen Sie Partnerprofil, Mapping und Beispieldateien. |
| Ein Handelspartner fordert andere EDIFACT-Nachrichten oder AS2. | Behandeln Sie die Anforderung als getrennten Integrationsscope ohne Zusage eines nativen Vertrags. |
| Sie brauchen öffentliche Shop- oder Portal-Daten. | Nutzen Sie Storefront-Verträge statt interner Admin- oder PIM-Pfade. |
| Sie kennen nur das Ziel, aber nicht den technischen Weg. | Starten Sie mit dem Connector-Katalog und halten Sie Datenrichtung, führendes System und Fehlerbearbeitung fest. |
Nächste Schritte
- Lesen Sie Integratoren, wenn Sie zuerst zwischen Integration, Migration und technischer Umsetzung unterscheiden möchten.
- Prüfen Sie den Connector-Katalog, wenn ein konkretes System oder Format im Raum steht.
- Nutzen Sie Import-Jobs, wenn eine Datei kontrolliert übernommen werden soll.
- Lesen Sie Integration, wenn Sie eine technische API-Integration bauen.
- Nutzen Sie B2B Exchange betreiben und B2B-Exchange-Partner-API integrieren für den nativen
ORDERS/ORDRSP-Vertrag. - Beginnen Sie ein neues Partnerprojekt mit EDI/EDIFACT verstehen und einführen und EDIFACT-Partner einrichten.