Promotions und Coupons verwalten

Promotions steuern Rabatte, Kampagnenaktionen und Coupon-Codes im Commerce. Diese Seite beschreibt, wie Sie Aktionen fachlich pflegen, welche Voraussetzungen für belastbare Rabattberechnung nötig sind und wie Workspace öffentliche Coupon-Felder im Onlineshop behandelt.

Nach Abschluss wissen Sie, welche Commerce-Grundlagen gepflegt sein müssen, welche Felder eine Promotion steuern und wie öffentliche Storefront-Coupons serverseitig geprüft und angewendet werden.

Voraussetzungen

Richten Sie zuerst die Commerce-Grundlagen ein:

  • Commerce-Profil für rechtliche, steuerliche und kaufmännische Vorgaben.
  • Verkaufskanal mit Verkäuferland oder verknüpftem Commerce-Profil.
  • Preisliste für die betroffene Kundengruppe.
  • Kundengruppe mit gesetzter Preisliste.
  • Standard-Kundengruppe für Preis- und Warenkorb-Fallbacks.
  • Aktive Steuerjurisdiktion für das Verkaufsland.

Die Promotions-Liste zeigt einen Readiness-Hinweis, wenn eine dieser Grundlagen fehlt. Öffnen Sie die verlinkten Einstellungen dort direkt. Solange eine Grundlage fehlt, können Sie Aktionen zwar pflegen, aber die Rabattberechnung im Commerce-Kontext ist fachlich nicht vollständig abgesichert.

Begriffe

BegriffBedeutung
PromotionRabattregel mit Code, Wert, Zeitraum, Zielregeln und Kombinierbarkeit.
Coupon-CodeCode, den ein Nutzer oder Mitarbeiter in einem Warenkorb einträgt. Der Code verweist auf eine aktive Promotion.
Target RulesStrukturierte Zielregeln, die Artikel, Kategorien oder Angebotspositionen einschließen oder ausschließen.
Condition ScriptErweiterte Bedingung für Sonderfälle, zum Beispiel Warenkorbwerte oder kundenspezifische Regeln.
KaufgutscheinEin vorab bezahltes Wertguthaben. Das ist fachlich nicht dasselbe wie eine Promotion und gehört nicht in diese Rabattregel.

Promotion anlegen

  1. Öffnen Sie im Commerce-Bereich die Aktionen.
  2. Legen Sie eine neue Aktion mit Code, Typ und Rabattwert an.
  3. Prüfen Sie die automatisch gesetzten Standardwerte.
  4. Ergänzen Sie Zeitraum, Nutzungsgrenze, Mindestbestellwert und Zielregeln.
  5. Aktivieren Sie die Aktion erst, wenn Wert, Scope und Kombinierbarkeit fachlich geprüft sind.

Wählen Sie den Rabatt-Typ bewusst:

  • percentage reduziert prozentual. Setzen Sie keine Werte über 100.
  • fixed reduziert um einen festen Betrag. Setzen Sie dafür immer die passende Währung.

Der Geltungsbereich steuert, wo Workspace den Rabatt anwendet:

  • cart wirkt auf den Warenkorb.
  • item wirkt auf berechtigte Positionen.
  • shipping wirkt auf Versandkosten.

Wichtige Felder

FeldWirkung
codeCode, der im Warenkorb eingetragen wird. Änderungen machen alte Codes ungültig.
valueRabattwert. Prüfen Sie Betrag, Prozentwert und Rundung.
currencyISO-Währung für fixe Rabatte und Mindestbestellwerte. Der Rabatt wirkt nur, wenn die Währung zur Warenkorb-Währung passt.
amountBasisLegt fest, ob der Betrag als Netto- oder Bruttowert interpretiert wird.
minOrderValueMindestwarenkorbwert. Zu hohe Werte verhindern die Anwendung.
startAt / endAtZeitraum, in dem die Promotion gilt.
usageLimit / usageCountNutzungsgrenze und bisherige Nutzung.
stackingStrategyKombinierbarkeit mit anderen Aktionen.
priorityReihenfolge bei mehreren passenden Aktionen.
targetRulesArtikel-, Kategorie- und Ausschlussregeln als JSON.
conditionScriptErweiterte Bedingung für Sonderfälle.
allowOnPriceLockedErlaubt die Promotion bei preisgesperrten Angeboten, wenn die Commerce-Policy dies zulässt.

Mehrere Coupons steuern

Sie steuern die Kombinierbarkeit direkt an der Promotion über stackingStrategy.

StrategieWirkung
exclusiveGenau die beste exklusive Aktion wirkt. Verwenden Sie das als Standard für normale Kampagnen.
stackableMehrere gültige Aktionen dürfen zusammen wirken. Verwenden Sie das nur, wenn die gemeinsame Marge geprüft ist.
best_value_winsWorkspace wählt die beste Aktion aus allen passenden Kandidaten.

Ein separates Feld „darf kombiniert werden“ gibt es nicht. Wenn ein Nutzer denselben Code mehrfach einträgt, fügt Workspace ihn nicht mehrfach zum Warenkorb hinzu.

Zielregeln verwenden

Nutzen Sie targetRules, wenn eine Aktion nur für bestimmte Artikel oder Kategorien gelten soll. Unterstützte Schlüssel sind:

json
{
  "variant_ids": ["uuid"],
  "exclude_variant_ids": ["uuid"],
  "category_ids": ["uuid"],
  "exclude_category_ids": ["uuid"],
  "exclude_sale_items": true
}

Workspace akzeptiert nur gültiges JSON-Objektformat und prüft bekannte Schlüssel. Verwenden Sie keine Freitextlisten oder selbst erfundene Schlüssel.

Öffentliche Coupon-Felder im Onlineshop

Interne Warenkörbe können Coupon-Codes über die Commerce-API prüfen und neu bepreisen. Öffentliche Storefront-Coupon-Felder verwenden ebenfalls den servergeführten Warenkorb: Der Shop sendet den Code an den Public-Endpunkt und übernimmt danach die vollständige Server-Antwort.

Das bedeutet:

  • Zeigen Sie eine neutrale Ablehnung, wenn der Server COUPON_NOT_APPLIED liefert.
  • Leiten Sie aus der Ablehnung nicht ab, ob Code, Promotion oder Währung intern existieren.
  • Berechnen Sie keinen Rabatt lokal im Browser.
  • Senden Sie keine selbst berechneten Rabatt-, Steuer- oder Summenwerte an den Server.
  • Nutzen Sie die vollständige Server-Antwort als führenden Warenkorbzustand.

Die Promotions-Readiness in Workspace prüft die nötigen Commerce-Grundlagen für öffentliche Coupon-Felder. Fehlen Commerce-Profil, Verkaufskanal, Kundengruppe, Preisliste oder Steuerjurisdiktion, zeigt Workspace einen konkreten Setup-Hinweis.

Prüfung

Prüfen Sie vor einer Kampagne:

  • Ist die Promotion aktiv und im gültigen Zeitraum?
  • Passt der Code exakt zur geplanten Kommunikation?
  • Ist die passende Kundengruppe mit Preisliste eingerichtet?
  • Greifen Zielregeln nur auf die gewünschten Artikel oder Kategorien?
  • Passt die Währung bei Fixbetrag oder Mindestbestellwert zur Zielwährung des Shops?
  • Ist die Kombinierbarkeit mit anderen Aktionen gewollt?
  • Behandelt die Storefront abgelehnte Coupons generisch und ohne lokale Rabattlogik?

Nächste Schritte