Management-Cockpit nutzen
Das Management-Cockpit bündelt Frühwarnsignale aus mehreren Arbeitsbereichen. Nutzen Sie es, wenn Sie Liquiditäts-, Margen-, Verfügbarkeits- und Prozessrisiken regelmäßig prüfen und daraus konkrete Maßnahmen ableiten möchten.
Nach der Prüfung wissen Sie, welche Bereiche unauffällig sind, welche Risiken Aufmerksamkeit brauchen und welche nächsten Schritte Workspace empfiehlt.
Die Seite passt für Geschäftsführung, Bereichsleitung und Operations, wenn Signale aus Vertrieb, Lager, Beschaffung, B2B-Commerce oder offenen Prozessschritten in einer regelmäßigen Führungsroutine zusammenlaufen sollen. Das Cockpit ersetzt keine Detailprüfung, hilft aber, Aufmerksamkeit auf die richtigen Arbeitsbereiche zu lenken.
Voraussetzungen
Sie benötigen Zugriff auf den Bereich Management und die Berechtigung, Management-Reports zu lesen. Wenn der Bereich nicht sichtbar ist, lassen Sie Ihre Rolle durch einen Administrator prüfen.
Das Cockpit nutzt nur Daten, die bereits angebunden sind. Aktuell wertet es operative Daten aus CRM, Handel, Lagerverwaltung und Beschaffung aus. Finanzbuchhaltung, Bankdaten und OPOS-Daten erscheinen nur dann als echte Kennzahl, wenn diese Quellen angebunden sind.
Cockpit öffnen
Öffnen Sie Management > Cockpit.
Prüfen Sie zuerst den Status der Datenquellen. Eine nicht angebundene Quelle ist kein Fehler in der Auswertung. Sie zeigt, dass Workspace diese Kennzahl noch nicht aus echten Daten berechnen kann.
Signale lesen
Die Signale zeigen kompakte Ampeln für wichtige Führungsbereiche.
Grün: Der Wert liegt im erwarteten Bereich. Prüfen Sie nur, ob sich der Trend verschlechtert.
Gelb: Der Wert braucht Nachverfolgung. Klären Sie Ursache, Verantwortlichen und Termin.
Rot: Der Wert braucht eine Managemententscheidung. Prüfen Sie die empfohlene Maßnahme und eskalieren Sie den betroffenen Bereich.
Nicht verfügbar: Die Quelle ist noch nicht angebunden oder konnte nicht ausgewertet werden. Nutzen Sie diesen Status nicht als Entwarnung.
Empfehlungen nutzen
Workspace priorisiert Empfehlungen aus den verfügbaren Signalen. Eine Empfehlung enthält:
- den betroffenen Bereich, zum Beispiel Vertrieb, Marge oder Verfügbarkeit
- Evidenzwerte, die den Auslöser zeigen
- konkrete Maßnahmen, die Sie prüfen oder delegieren können
- einen Link in den fachlichen Bereich, wenn eine passende Arbeitsfläche vorhanden ist
Behandeln Sie Empfehlungen als Entscheidungsimpuls. Workspace erledigt dadurch keine fachliche Aufgabe automatisch und blendet Empfehlungen nicht lokal aus. Eine Empfehlung verschwindet erst, wenn sich die zugrunde liegenden Daten verbessern oder die Quelle keine Warnung mehr liefert.
Wöchentliche Führungsroutine
Prüfen Sie das Cockpit einmal pro Woche gemeinsam mit den verantwortlichen Bereichen.
- Prüfen Sie zuerst rote Signale.
- Öffnen Sie die wichtigsten Empfehlungen.
- Ordnen Sie jede Maßnahme einem Verantwortlichen zu.
- Setzen Sie einen Termin für die Klärung.
- Prüfen Sie gelbe Signale auf wiederkehrende Muster.
- Notieren Sie fehlende Datenquellen, die für die nächste Ausbaustufe wichtig sind.
Eine Prüfung ist abgeschlossen, wenn für jedes rote Signal eine Entscheidung oder Eskalation dokumentiert ist und gelbe Signale einem Bereich zugeordnet sind.
Grenzen
Das Management-Cockpit ersetzt keine Finanzbuchhaltung und keine Liquiditätsplanung. Wenn Zahlungsunfähigkeit, Überschuldung oder akute Liquiditätslücken möglich sind, klären Sie die Situation außerhalb des Cockpits mit den zuständigen fachlichen und rechtlichen Ansprechpartnern.
Workspace erfindet keine fehlenden Finanzkennzahlen. Eine nicht angebundene Liquiditätsvorschau, Kontokorrent-Auslastung oder OPOS-Auswertung bleibt sichtbar als offene Datenquelle.
Nächste Schritte
- Prüfen Sie Vertrieb und Forecast mit Vertriebspipeline und Forecast.
- Ordnen Sie Handel, Lager und Beschaffung mit Einkauf, Lager, Verkauf, Versand und Rechnung ein.
- Bewerten Sie Marge und Wareneinsatz mit Wareneinsatz und Marge.
- Prüfen Sie Rechte und Rollen mit IAM und Authentifizierung.