Lagerstruktur grafisch planen

Mit dem Lagerlayout-Editor bauen Sie die physische Struktur eines Lagers direkt in der Grafik auf. Bereiche, Sperrflächen, Regale, Lagerplätze und Standardladungsträger werden dabei als dieselben tenantgebundenen Datensätze gespeichert, die Sie in den Listen des Lagers sehen.

Begriffe richtig verwenden

  • Lager ist der operative und räumliche Gesamtkontext des Editors.
  • Lagerbereich ist ein Teil der Struktur, zum Beispiel Gebäude, Etage, Halle, Raum, Außenfläche, Gang, Regal oder Ebene.
  • Lagertyp beschreibt die fachliche Bedeutung eines Lagerbereichs. Ihre Organisation kann eigene Typen ergänzen.
  • Strukturart steuert die stabile Hierarchie. Sie wird automatisch aus dem Lagertyp abgeleitet und ist nicht frei editierbar.
  • Lagerplatz ist der konkrete, adressierbare Bestandsort.
  • Constraint ist eine Sperrfläche oder räumliche Einschränkung und kein Lagerbereich.

Voraussetzungen

  • Öffnen Sie ein physisches Lager und dort Lagerstruktur > Lagerlayout.
  • Veröffentlichen Sie eine Lagerplatzklassen-Revision mit Geometrie, wenn Sie Regale samt Lagerplätzen erzeugen möchten.
  • Sie benötigen Berechtigungen zum Lesen und Planen von Lagerlayouts; für die Freigabe zusätzlich die Aktivierungsberechtigung.

Lager aufbauen

  1. Wählen Sie Lagerfläche zeichnen und ziehen Sie die gewünschte Fläche auf. Die Maße verwenden Millimeter und rasten am Lagerraster ein. Eine Fläche mit 4.000 × 4.000 mm entspricht 4 × 4 m.
  2. Zeichnen Sie Sperrflächen für Säulen, Fluchtwege, Lagerverbote oder Sicherheitsabstände innerhalb eines Lagerbereichs.
  3. Wählen Sie Regal platzieren, eine veröffentlichte Lagerplatzklasse, die Zahl der Spalten und Ebenen. Workspace erzeugt Regal, Ebenen und Lagerplätze atomar.
  4. Ziehen Sie Standardobjekte aus der Palette in eine freie Lagerfläche. Enthalten sind unter anderem EPAL-Paletten und -Gitterboxen, CP1–CP9, VDA-R-KLT, ISO-Grundflächen und ISO-Container.
  5. Wählen Sie ein Regal und wechseln Sie zur Frontansicht, um Ebenen und Lagerplätze zu prüfen. Die Draufsicht zeigt die gesamte Struktur.

Elemente bearbeiten

Wählen und verschieben Sie Lagerbereiche, Regale, Sperrflächen und freie Objekte per Drag-and-drop. Ändern Sie Position, Drehung und – bei veränderlichen Flächen – die Größe im Eigenschaftenbereich. Standardobjekte wie EPAL-Paletten behalten ihre Normmaße.

Öffnen Sie per Rechtsklick das einheitliche Kontextmenü. Dort bearbeiten Sie Eigenschaften, springen zur Größenänderung oder entfernen ein leeres Planungselement. Aktive Bereiche, belegte Lagerplätze und an Handling Units gebundene Objekte bleiben geschützt.

Speichert ein anderer Nutzer dasselbe Element zuerst, lädt Workspace den aktuellen Stand neu. Ihre Änderung überschreibt keine neuere Revision.

Prüfen und aktivieren

Wählen Sie Prüfen. Workspace kontrolliert Hierarchie, Parent-Grenzen, Geometrie, Kollisionen und Sperrflächen serverseitig. Wählen Sie erst danach Aktivieren. Bereiche, Lagerplätze und Constraints wechseln gemeinsam aus der Planung in den Betrieb.

Eine Rückkehr in die Planung ist nur möglich, wenn kein Bestand, keine aktive Handling Unit, keine offene Bewegung, keine Nachschubaufgabe und keine offene Inventur den betroffenen Lagerplätzen zugeordnet ist.

Adressierung und frühere Codes

Unter Adressierung definieren Sie, wie Lagerplatzcodes aus Lager, Hierarchie und Sequenz entstehen. Prüfen Sie die Vorschau, bevor Sie Codes übernehmen. Bei einer Umnummerierung speichert Workspace den alten Code. Der Scanner akzeptiert weiterhin den alten Code, löst ihn aber auf den aktuellen Lagerplatz auf.

Der Editor bucht keinen Bestand und verschiebt keine Handling Unit. Operative Bewegungen bleiben in den Inventory-Prozessen.