Handel- und Commerce-Fähigkeiten
Unter dem Navigationspunkt Handel finden Sie die Bereiche Bestellungen, Warenkörbe, Retouren, Aktionen, Richtlinien, Steuern, Zahlungsarten, Dokumente und Versandauswertungen. Workspace hält kaufmännische Snapshots fest, damit Preise, Rabatte, Steuern, Versand und Zahlungen im Vorgang nachvollziehbar bleiben.
Nutzen Sie diese Seite, wenn Sie B2B-Commerce, einen Onlineshop, ein Kundenportal oder interne Auftragsabwicklung in Workspace fachlich einordnen möchten. Für die technische Umsetzung einer öffentlichen Storefront starten Entwickler mit B2B-Onlineshop bauen; diese Seite erklärt die operativen Commerce-Entscheidungen dahinter.
| Ziel | Lesen Sie |
|---|---|
| B2B-Shop, Kundenportal oder Checkout fachlich bewerten | Diese Seite und den Abschnitt zu Warenkorb, Bestellung und Checkout. |
| Bestellung anlegen, platzieren und nach dem Platzieren pflegen | Bestellung anlegen und pflegen. |
| Produktreihenfolge im Onlineshop fachlich steuern | Produktreihenfolge im Onlineshop steuern. |
| Kundengruppen, Preise, Rechnungskauf oder Firmenzugang verstehen | Diese Seite sowie Login, Gastkauf und B2B. |
| Versand, Retouren und Dokumente im Auftrag steuern | Diese Seite und Einkauf, Lager, Verkauf, Versand und Rechnung. |
| Fertigung oder Beschaffung nach Bestellung auslösen | Diese Seite, Fulfillment-Strategien wählen und Fertigung und Auftragsfertigung. |

Ablauf im Überblick
Onlineshop-Bestellung als Geschäftsprozess
Für technische Storefront-Umsetzungen verwenden Entwickler die servergeführte Checkout-Zustandsmaschine in Warenkorb, Checkout und Payment. Diese Seite bleibt bei der fachlichen Sicht auf Bestellung, Zahlung, Sendung und Dokumente.
Arbeitsbereiche
Handel > Aufträge & Kunden enthält Warenkörbe, Bestellungen, Abonnements, Retouren, Kundengruppen, regionale Gruppen und Aktionen.
Handel > Dokumente enthält Versandprotokolle und bündelt Dokumentenprofile, Dokumentvorlagen sowie Footer-Definitionen unter Konfiguration.
Handel > Berichte > Shop-Puls zeigt aggregiert, was in den öffentlichen Shops gerade passiert: Seitenaufrufe, aktive Warenkörbe, Shop-Bestellungen, Umsatz, Zahlungsfehler, Handlungsbedarf, Top-Seiten und Top-Produkte. Die Übersicht zeigt Trends für Traffic, Shop-Bestellungen und Zahlungsfehler, damit Sie aktuelle Bewegungen schneller einordnen. Wenn Ihre Rolle Marketing-Attribution lesen darf, sehen Sie dort zusätzlich Kampagnenklicks, Conversions, zugeordneten Wert, Top-Kampagnen und Top-Tracking-Links. Filtern Sie nach Site, Vertriebskanal und Zeitraum, wenn ein Mandant mehrere Onlineshops betreibt.
Handel > Berichte enthält Shop-Puls sowie periodische Berichte für Umsatz und Bestellungen, Marge, Zahlungen, Auftragsabwicklung, Retouren und Dokumentenzustellung. Periodische Berichte starten mit den letzten 30 Tagen. Schalten Sie den Vergleich zwischen Vorperiode und Vorjahreszeitraum um, wenn Sie kurzfristige Veränderungen oder saisonale Effekte beurteilen möchten.
Der Shop-Puls ersetzt keine vollständige Webanalyse und kein Marketing- Cockpit für Kosten, CPC oder ROAS. Nutzen Sie ihn für den operativen Blick auf aktuelle Shop-Bewegungen und Kampagnenwirkung im Shop-Kontext. Personen, Session-IDs, IP-Adressen und vollständige User-Agent-Strings erscheinen dort nicht.
Handel > Stammdaten bündelt Commerce-Profile, Profile und Kanäle, Zahlung, Versand, Steuern, rechtliche Regeln und Bestandsrichtlinien in getrennten Untergruppen.
Commerce-Profil, Länder und Regionen unterscheiden
Nutzen Sie das Commerce-Profil für den Verkäuferkontext, nicht als Liste der Zielländer. Das Basisland des Profils beschreibt, aus welchem Land dieser Verkaufskontext handelt. Wenn Sie aus Deutschland verkaufen, setzen Sie im Commerce-Profil DE als Basisland und typischerweise DE als Standard-Jurisdiktion.
Pflegen Sie EU nicht als Land im Commerce-Profil. EU ist eine regionale Gruppe. Länder wie AT, FR oder NL bleiben einzelne Zielländer und werden Mitglieder der EU-Regionalgruppe. So kann Workspace sauber unterscheiden: Deutschland ist Inland, Österreich ist EU-Ausland, Schweiz und USA sind Exportfälle.
| Entscheidung | Pflegeort | Beispiel |
|---|---|---|
| Aus welchem Land verkauft dieser Kontext? | Commerce-Profil | Basisland DE, Standard-Jurisdiktion DE |
| Welche Länder gehören zur EU-Logik? | Regionale Gruppe | Gruppe eu mit DE, AT, FR, NL und weiteren EU-Ländern |
| Welche Steuersätze gelten je Zielland? | Steuerjurisdiktionen und Steuersatz-Mappings | DE mit 19 %, AT mit österreichischem Satz |
| Darf ein Profil nur bestimmte Länder bedienen? | Whitelist am Commerce-Profil | ["DE", "AT", "CH"] oder leer, wenn keine Beschränkung gilt |
| Was kostet Versand je Land, Stadt oder PLZ? | Lieferzonen und Versandkosten | Zone at, Zone ch, Zone de-hamburg |
| Braucht ein Land eigene rechtliche Texte oder Rechte? | Rechtliche Hinweise, Erklärungsregeln und Legal-Regime-Regeln | eigene Regeln für DE, AT oder CH |
Länder-Scopes für Commerce-Profile, Preislisten und Versandmethoden
Country-Scopes beschränken, für welche Käuferländer ein Commerce-Objekt gilt. Nutzen Sie sie, wenn ein Commerce-Profil, eine Preisliste oder eine Versandmethode nur in bestimmten Ländern oder regionalen Gruppen greifen soll. Lassen Sie den Scope leer, wenn das Objekt nicht nach Käuferland eingeschränkt werden soll.
Ein Country-Scope besteht aus zwei Teilen:
| Teil | Bedeutung | Beispiel |
|---|---|---|
| Direkte Länder | Einzelne aktive Mandantenländer als ISO2-Code. | DE, AT, CH |
| Regionale Gruppen | Gepflegte Ländergruppen, die Workspace vor dem Vergleich in echte Länder auflöst. | Gruppe dach mit DE, AT, CH |
Pflegen Sie EU, WORLD oder DACH nicht als Länder-Code. Legen Sie dafür eine regionale Gruppe an und fügen Sie die echten Mitgliedsländer hinzu. Der wirksame Scope ist die Vereinigung aus direkten Ländern und den Ländern aller ausgewählten regionalen Gruppen.
Die Objekte nutzen Country-Scopes unterschiedlich:
| Objekt | Was der Scope entscheidet | Leer bedeutet |
|---|---|---|
| Commerce-Profil | Für welche Käuferländer dieser Verkaufskontext verwendet werden darf. | Das Profil ist nicht nach Käuferland eingeschränkt. |
| Preisliste | Für welche Käuferländer Preise aus dieser Preisliste gelten dürfen. | Die Preisliste ist global verwendbar, wenn andere Bedingungen passen. |
| Versandmethode | Für welche Käuferländer diese Versandmethode angeboten werden darf. | Die Versandmethode ist nicht nach Käuferland eingeschränkt. |
Lieferzonen bleiben davon getrennt. Der Country-Scope beantwortet zuerst, ob ein Commerce-Objekt für das Käuferland grundsätzlich in Frage kommt. Die Lieferzone entscheidet danach, welche Adresse, Stadt oder Postleitzahl einen konkreten Versandpreis erhält. Eine Versandmethode kann also für DE freigegeben sein und trotzdem nur für bestimmte deutsche PLZ-Bereiche eine passende Lieferzone oder Rate besitzen.
Prüfen Sie nach einer Scope-Änderung einen realistischen Warenkorb oder ein Angebot für mindestens ein erlaubtes und ein nicht erlaubtes Käuferland. Die Änderung ist erfolgreich, wenn erlaubte Länder die erwarteten Profile, Preise und Versandmethoden sehen und nicht erlaubte Länder keine unpassende Option mehr erhalten.
Legen Sie ein neues Commerce-Profil nur an, wenn sich der Verkaufskontext ändert: andere rechtliche Organisation, anderer Verkaufskanal, andere Standardwährung, andere Preisliste, anderer Steuermodus, anderes Zahlungs-, Dokument- oder Buchhaltungsprofil. Eigene Profile für EU, CH oder WORLD sind deshalb zulässig, wenn sie echte Markt-, Export- oder Review-Kontexte mit eigenen Defaults abbilden. Legen Sie aber kein neues Commerce-Profil nur deshalb an, weil ein weiteres Zielland beliefert wird. Ein eigenes Profil beweist außerdem noch keine steuerliche, rechtliche oder versandseitige Freigabe für dieses Zielland.
Beispiele:
| Fall | Modellierung |
|---|---|
| Deutschland als Heimatmarkt | Commerce-Profil mit Basisland DE; Inlandsfall, wenn Käuferland ebenfalls DE ist. |
| Deutscher Webshop | Eigenes Commerce-Profil ist sinnvoll, wenn Webshop-Defaults wie Bruttoanzeige, Zahlungsziel, Preisliste oder Dokumentprofil vom internen DE-Kontext abweichen. |
| Österreich als EU-Zielland | Kein eigenes Commerce-Profil nötig, solange der Verkaufskontext gleich bleibt. Ein eigenes EU-Auslandsprofil ist zulässig, wenn es andere Markt-Defaults trägt. AT bleibt trotzdem Zielland und Mitglied der regionalen Gruppe eu. |
| Schweiz | Eigenes CH-Exportprofil ist sinnvoll, wenn Währung, Preisliste, Zahlungs- oder Dokumentkontext abweichen. CH bleibt Zielland, braucht passende Steuerjurisdiktion und Versandzone und gehört nicht in die EU-Regionalgruppe. |
| USA | US als Zielland braucht eigene Steuer-, Versand- und Legal-Regeln, bevor USA als eigener Markt freigegeben wird. Solange diese Regeln fehlen, gehört USA in einen generischen Export- oder Review-Kontext. |
| Rest der Welt | Ein generisches WORLD-Profil ist als Export- oder Review-Kontext zulässig. Behandeln Sie es nicht als automatische Freigabe aller Länder, sondern prüfen Sie Steuer, Versand, Recht, Zahlung und Dokumente bewusst. |
Prüfen Sie bei jedem neuen Markt mindestens einen realistischen Warenkorb, ein Angebot oder eine Bestellung. Für EU-Verkäufe reicht ein vorhandenes EU-Profil nicht aus: Prüfen Sie zusätzlich regionale Gruppe, Steuersatz- Mappings, OSS, Reverse Charge, Exemptions und die konkrete Berechnung im Vorgang.
Warenkorb und Bestellung
Im Warenkorb findet sich der aktuelle Checkout-Kontext mit Partner-, Preis-, Steuer-, Rabatt- und Versanddaten. Vor der Bestellung werden relevante Werte geprüft und als Snapshot (unveränderliche gültige Daten) in den Bestellkontext übernommen.
Nutzen Sie Bestellungen für den verbindlichen kaufmännischen Ablauf. Der Bestellstatus folgt dem vorgesehenen Workflow; ändern Sie diese nicht wie freie Stammdaten. Pro Warenkorb darf nur eine Bestellung bestehen.
Arbeiten Sie Warenkörbe bis zur Bestellung kontrolliert ab:
- Prüfen Sie Kunde, Kundengruppe und Commerce-Profil.
- Ergänzen Sie Positionen mit korrekter Einheit, Menge und Preislogik.
- Setzen Sie Versandmethode und Versandkosten, bevor Sie Rabatte oder Checkout erneut prüfen.
- Wenden Sie Coupons nur an, wenn Aktion, Zeitraum und Zielgruppe zum Vorgang passen.
- Erstellen Sie die Bestellung erst, wenn Preise, Steuern, Rabatte und Versand vollständig wirken.
Nutzen Sie Bestellungen danach als kaufmännische Klammer für Zahlung, Versand, Dokumente und Folgeprozesse. Ändern Sie fachliche Fehler über vorgesehene Folgeprozesse, nicht durch stille Korrektur abgeschlossener Snapshots. Die konkrete Anleitung zum Anlegen, Platzieren und Pflegen einer Bestellung steht in Bestellung anlegen und pflegen.
Öffnen Sie in der Bestellung den Tab Vertrag & Rechte, wenn Sie prüfen möchten, welche rechtliche Einordnung gespeichert ist, welche Checkout-Erklärungen wie AGB-Akzeptanz vorliegen und welche Rechte oder Fristen aus der Bestellung gelten. Die Ansicht ist ein Nachweisbereich: Ändern Sie diese Fakten nicht nachträglich in der Bestellung, sondern korrigieren Sie fehlende Konfiguration vor dem nächsten Checkout.
Abonnements verwalten
Nutzen Sie Handel > Aufträge & Kunden > Abonnements, wenn ein Produkt laufend verkauft wird und die Bestellung eine fortlaufende Leistung auslöst. Die Konditionen kommen aus dem Produkt: Produktteams pflegen an der Variante den Service- oder Abo-Datensatz mit Intervall, Mindestlaufzeit, Kündigungsfrist und automatischer Verlängerung. Der öffentliche Shop übernimmt diese Werte und schreibt sie beim Checkout als Subscription-Snapshot fort.
Prüfen Sie vor dem Verkauf eines Abo-Produkts:
- Die Variante ist veröffentlicht, kaufbar und für den Sales Channel bereit.
- Der Produkt-Service trägt das erwartete Intervall, die Mindestlaufzeit, die Kündigungsfrist und die Verlängerungslogik.
- Preis, Steuerklasse, Commerce-Profil und Storefront-Kontext lösen für das Zielland auf.
- Der Checkout verlangt Login, weil ein Abonnement immer eine eindeutige Identity benötigt.
- Rechtstexte, Pflichtinformationen und Button-Beschriftung nennen Laufzeit, Mindestlaufzeit, Kündigungsbedingungen und Preis verständlich.
Die Erstbestellung bleibt der kaufmännische Ursprung. Workspace legt daraus die Subscription mit Produkt-, Preis-, Steuer-, Adress- und Commerce-Kontext an. Wenn die Erstbestellung im Firmenkontext entsteht, gehört die Subscription dieser Firma; die kaufende Person bleibt als ursprünglicher Account-Bezug erhalten. Suchen und sortieren Sie Abonnements nach Status, Produkt, Intervall, nächster Abrechnung, Laufzeitende, Kunde oder Abrechnungssubjekt, wenn Sie den Bestand prüfen oder einen einzelnen Vertrag stornieren.
Die Abonnementliste, Detailansicht und Public-Account-Self-Service bleiben für Bestandsprüfung, Kündigung, Reaktivierung und Zahlungsbezug nutzbar. Die automatische fällige Verlängerung ist im aktuellen eingeschränkten Sicherheitsbetrieb jedoch vorübergehend nicht verfügbar. Workspace führt keinen produktiven Renewal-Sweep aus und stoppt vor Bestell-, Billing- und Zahlungs-Handoff.
Die Abonnementliste zeigt weiter den bestehenden Readiness-Hinweis, wenn automatisch verlängernde aktive oder überfällige Abonnements keine wiederverwendbare Zahlungsart haben. Nutzen Sie diese Sicht, um den Bestand zu prüfen und fehlende Zahlungsbezüge sichtbar zu machen. Wenn darüber hinaus kein freigegebener Fachprozess existiert, eskalieren Sie an die zuständige Commerce-Fachoperation. Führen Sie keine direkten Datenbankkorrekturen aus.
Für Kundenkonto-Oberflächen stellt die Public Account API eigene Abonnement-Endpunkte bereit. Eine Site kann damit die Abos des angemeldeten Accounts anzeigen, Kündigungen zum Periodenende auslösen, noch laufende Kündigungen reaktivieren und ein bereits gespeichertes Zahlungsmittel zuordnen. Eine Site kann bereits tokenisierte Zahlungsmittel redigiert speichern; Provider-Tokens bleiben serverseitig und Kunden sehen nur maskierte Zahlungsartdaten.
Für B2B-Kundenkonto-Oberflächen kann dieselbe API Firmenabonnements im ausgewählten Firmenkontext anzeigen. Rollen aus dem Firmenkonto steuern den Zugriff: viewer, buyer und admin lesen den Bestand, buyer und admin legen Zahlungsmittel an, ordnen vorhandene Zahlungsmittel zu und reichen Vertragsänderungen als Review-Request ein. Nur admin kündigt oder reaktiviert Firmenabonnements.
Nutzen Sie Vertragsänderungsanfragen, wenn Kunden Mengen, Varianten, Pausen oder eine Kündigung zum Periodenende anstoßen sollen. Diese Anfragen ändern die Subscription nicht automatisch; sie schaffen einen kontrollierten Review-Eintrag mit Subscription- und Firmenbezug. Proration und automatische Tarifwechsel bleiben damit ein bewusster Fachprozess.
Ändern Sie Abo-Konditionen nicht still an bestehenden Subscriptions, wenn sich die Produktpflege ändert. Neue Checkout-Vorgänge übernehmen die dann gültigen Produktdaten; bestehende Verträge behalten ihren Snapshot, bis ein fachlicher Folgeprozess ihn bewusst ändert.
Preise, Rabatte und Steuern
Preislisten, Kundengruppen, regionale Gruppen und Commerce-Profile steuern, welche Preis- und Steuerlogik im Vorgang greift. Lieferzonen steuern Versandkosten anhand von Land und Postleitzahl der Lieferadresse. Versandkonditionen bilden einfache Pauschal- und Gewichtspreise sowie Grundpreise, Packstück-, Paletten-, Gewichts- und Warenwertlogik ab. Pflegen Sie Lieferzonen, zonenabhängige Versandkosten und Versandkonditionen mit der Anleitung Lieferzonen und Versandkosten pflegen. Rabatte und Aktionen wirken im Warenkorb und werden dort neu berechnet, wenn sich relevante Daten ändern.
Der Scope einer Preisliste besteht aus direkten Ländern und regionalen Gruppen. Direkte Länder sind ISO2-Codes aktiver Mandantenländer wie DE, AT oder CH. Regionale Gruppen wie EU, WORLD oder DACH pflegen Sie im Commerce- Bereich mit ihren echten Mitgliedsländern. Die Preisliste löst diese Gruppen auf Länder auf und matcht den Vorgang gegen den aufgelösten Länder-Code. Lassen Sie Länder und Gruppen leer, wenn die Preisliste global gelten soll.
Prüfen Sie vor der Freigabe:
- Ist die richtige Preisliste aktiv?
- Passt die Kundengruppe?
- Gibt es eine aktive Kunden-Produktvereinbarung für einzelne vertragliche Sonderpreise?
- Passt die Lieferzone zur Lieferadresse?
- Sind Versandmethode und Versandkosten gesetzt?
- Ist der Steuerkontext geklärt?
- Sind Aktionen oder Coupons fachlich erlaubt?
Workspace berechnet ungültige Preis- oder Steuerkontexte nicht still auf einen beliebigen Ersatzwert um. Klären Sie fehlende Preislisten, Steuersätze oder Versanddaten vor der Bestellung.
Nutzen Sie Kunden-Produktvereinbarungen für einzelne vertragliche Sonderpreise oder Rabatte je Kunde und optional Endkunde. Die vollständige Anleitung steht in Kunden-Produktvereinbarungen. Verwenden Sie dafür keine Promotion, wenn die Kondition aus einem Vertrag stammt.
Aktionen und Coupons steuern
Promotions und Coupon-Codes pflegen Sie als Commerce-Aktionen. Dort steuern Sie Rabatt-Typ, Wert, Gültigkeit, Zielregeln, Kombinierbarkeit und Nutzungsgrenzen. Die vollständige Anleitung steht in Promotions und Coupons.
Öffentliche Storefront-Coupon-Felder senden Codes an den servergeführten Warenkorb. Der Server wendet gültige Coupons an und lehnt ungültige Codes generisch mit COUPON_NOT_APPLIED ab. Der Shop berechnet keinen lokalen Rabatt und leitet aus der Ablehnung keine internen Details zu Code, Promotion oder Währung ab.
Nutzen Sie Aktionen für klar begrenzte Rabattfälle, zum Beispiel Warenkorb-, Positions- oder Versandrabatte. Halten Sie Code, Zeitraum, Mindestwert, Währung, Nutzungslimit und Stapelungsregel aktuell. Fixbeträge und Mindestbestellwerte wirken nur in der passenden Warenkorb-Währung.
Prüfen Sie vor der Aktivierung:
- Ist der Coupon-Code eindeutig und verständlich?
- Gilt der Rabatt nur im vorgesehenen Zeitraum?
- Passt der Rabattumfang zu Warenkorb, Position oder Versand?
- Passt die Währung bei Fixbetrag oder Mindestbestellwert zur Zielwährung des Shops?
- Ist die Kombination mit anderen Aktionen erlaubt oder ausgeschlossen?
- Ist klar, ob preisgesperrte Angebote rabattiert werden dürfen?
Beenden oder deaktivieren Sie Aktionen, wenn sie nicht mehr gelten. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass Teams abgelaufene Codes manuell ignorieren.
Zahlungsanbieter und Checkout
Konfigurieren Sie Zahlungsanbieter unter Handel > Stammdaten > Zahlung > Zahlungsanbieter. Der Checkout kann Rechnung, Vorkasse oder PayPal nur anbieten, wenn der aktuelle Kontext diese Zahlart erlaubt.
Richten Sie PayPal mit Sandbox- oder Live-Zugangsdaten ein, bevor Sie PayPal im öffentlichen Checkout verwenden. Die Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie unter PayPal einrichten.
Speichern Sie keine Zugangsdaten in öffentlichen Beschreibungen, Tickets oder Notizen. Prüfen Sie die Verfügbarkeit einer Zahlart über die Konfiguration und den konkreten Checkout-Kontext.
Angebotsanfragen aus der Storefront prüfen
Wenn Checkout nicht erlaubt ist oder ein manueller Review nötig bleibt, kann die Storefront eine Angebotsanfrage aus dem Warenkorb senden. Prüfen Sie das daraus entstehende Angebot wie einen normalen kaufmännischen Vorgang: Positionen, Preise, Steuern, Versand, Kontaktweg und Kundenbezug müssen fachlich stimmen, bevor Sie daraus Folgeprozesse ableiten.
Leiten Sie aus Formularangaben allein keine Preisliste, Kundengruppe oder Firma ab. Der öffentliche Warenkorb liefert den kaufmännischen Kontext; die Anfrage ersetzt keine manuelle Prüfung. Wenn Schutzmechanismen eine öffentliche Angebotsanfrage blockieren, entsteht kein belastbarer Angebotsvorgang.
Kundenkatalog und Kundenreferenzen
Nutzen Sie Handel > Aufträge & Kunden > Kundenkataloge, wenn ein B2B-Kunde für Ihre Produkte eigene Artikelnummern oder eigene, auf Belegen sichtbare Bezeichnungen verwendet. Ein Kundenkatalog gehört immer zu einer Kundenfirma; für einen Wiederverkäufer kann zusätzlich ein Katalog für einen konkreten Endkunden gepflegt werden. Der Endkundenkatalog gewinnt bei gleicher Produktvariante vor dem allgemeinen Firmenkatalog.
Pflegen Sie dort die Kundenartikelnummer und optional die Kundenbezeichnung. Die interne Produktnummer, der PIM-Produkttext und interne Notizen bleiben davon getrennt. Verwenden Sie den Kundenkatalog nicht für Preise oder Rabatte: Vertragliche Sonderpreise gehören weiterhin in eine Kunden-Produktvereinbarung.
Beim Anlegen einer Angebotsposition übernimmt Workspace einen eindeutigen passenden Katalogwert. Eine explizit in der Anfrage oder im Angebot gesetzte Kundenartikelnummer oder Kundenbezeichnung bleibt jedoch maßgeblich. Gibt es für dieselbe Variante mehrere Katalogpositionen mit unterschiedlichen Einheiten, ergänzt Workspace keinen Wert automatisch.
Die Angebotsreferenz ist die Anfrage-, Projekt- oder Referenznummer des Kunden. Die Kundenbestellnummer gehört zum Auftrag. Sie wird beim Übergang vom Angebot zunächst übernommen, kann vor der Auftragsbestätigung aber bewusst geändert werden. Angebote, Auftragsbestätigungen, Rechnungen, Gutschriften, Lieferscheine und RMA-Unterlagen verwenden ihre eigenen Positionssnapshots. Eine spätere Katalogänderung schreibt deshalb keine alten Vorgänge oder finalen Dokumente um.
Bestelleingangsmails verstehen
Nach einer cart-basierten Checkout-Bestellung stellt Workspace eine Bestelleingangsbestätigung in die Mail-Warteschlange. Diese Mail informiert den Kunden über Bestellnummer, Positionen, Zahlart, Zahlungsstatus, Gesamtbetrag, MwSt., Versandkosten, Adressen und nächste Schritte.
Die Bestätigung ist keine Rechnung und keine Auftragsannahme. Erzeugen oder versenden Sie Rechnungen, Auftragsbestätigungen und weitere kaufmännische Dokumente über die vorgesehenen Dokument- und Dispatch-Prozesse.
Beachten Sie die Zahlart:
- Bei Rechnung erhält der Kunde den Hinweis, erst nach Rechnungserhalt zu zahlen.
- Bei Vorauskasse enthält die Mail Betrag, Verwendungszweck, Zahlungsfrist und Bankdaten aus dem transaktionalen Benachrichtigungsprofil.
- Bei PayPal wird die Mail erst mit gespeichertem ausstehenden oder erfolgreichem PayPal-Zahlungsstatus eingereiht.
Prüfen Sie bei Rückfragen zuerst Bestellung, Empfängeradresse, Zahlart und Mail-Warteschlange. Wenn der Mail-Job bounced ist, korrigieren Sie nicht die Bestellung, sondern klären Sie Empfängeradresse, Domain oder SMTP-Ursache. Konfiguration, Preview und Platzhalter stehen in Mail und Benachrichtigungen.
Rechtliche Bestellnachweise und Fristen
Workspace hält pro Bestellung fest, welche Commerce-Legal-Konfiguration zum Zeitpunkt der Bestellung gegriffen hat. Dazu gehören Kundeneinstufung, Land, Rechtsregime, Textversionen, akzeptierte Erklärungen, ausübbare Rechte, Startauslöser und Fristen.
Pflegen Sie die rechtlichen Commerce-Regeln unter Handel > Stammdaten > Recht:
Rechtliche Hinweisespeichern freigegebene Textversionen.Rechtliche Erklärungsregelnsteuern, welche Zustimmung oder Erklärung im Checkout nötig ist.Legal-Regime-Regelnordnen Land, Kundeneinstufung und Produktklasse einem Rechtsregime, einem Recht, einem Friststart und einer Fristdauer zu.Produkt-Rechtsprofileklassifizieren Produkte oder Varianten, wenn der Standard nicht ausreicht.
Prüfen Sie vor dem Livegang die Commerce-Legal-Readiness. Fehlen Regime-Regeln, Hinweise, Erklärungsregeln, Produktprofile, Notice-Referenzen oder die Bestätigungsvorlage für Rechtsausübungen, beheben Sie die Konfiguration, bevor Sie Checkout oder Storefront-Rechte produktiv anbieten.
Workspace blockiert den Checkout nur bei Themen, die der Kunde im Checkout lösen kann, zum Beispiel fehlende Pflichtzustimmungen oder ungültige Textversionen. Betreiberseitige Legal-Konfigurationslücken wie fehlende referenzierte Hinweise erzeugen stattdessen eine unvollständige Legal-Bewertung und ein Attention-Event an der Bestellung. Prüfen Sie diese Fälle in der Legal-Zusammenfassung und korrigieren Sie die Konfiguration sofort, statt zusätzliche Checkout-Checkboxen zu erfinden.
Öffnen Sie in einer Bestellung die Legal-Zusammenfassung, wenn Sie nachvollziehen wollen, welche Grundlage galt. Dort sehen Sie Bewertung, Erklärungen, Rechte, nächste Frist und eingegangene Rechtsausübungen. Bearbeiten Sie eine eingegangene Rechtsausübung im Admin nur über die vorgesehenen Status completed oder rejected.
Nutzen Sie die Regeln nicht als Ersatz für rechtliche Freigabe. Konfigurieren Sie weitere Länder über eigene Regime-Regeln, statt deutsche Sonderfälle in Shop-Code oder Texte einzubauen.
Fulfillment, Versand und Retouren
Nach der Bestellung laufen Versand und Folgeprozesse auf demselben Bestellkontext. Physische Artikel benötigen ausreichenden Bestand, Reservierung und Picking, bevor eine Sendung versendet wird.
Commerce übernimmt die physische Erfüllungsstrategie aus dem PIM-Logistikmodul als Bestellkontext. Die Bestellung merkt sich damit, wie die Position erfüllt werden soll. Diese Entscheidung ist wichtig, weil eine Bestellposition nicht immer sofort aus fertigem Lagerbestand bedient wird.
Die Strategien wirken im Bestellprozess unterschiedlich:
| Strategiegruppe | Bedeutung in der Bestellung |
|---|---|
stock | Die Position braucht verfügbaren eigenen Lagerbestand. Workspace kann Ware reservieren und später über Picking und Versand ausbuchen. |
nos | Die Position gehört zum Sortiment, darf aber als Nachlieferung oder Backorder sichtbar bleiben, wenn Bestand fehlt. |
dropship | Die Position bleibt kaufmännisch in der Bestellung, wird aber extern erfüllt. Fehlende eigene Reservierung ist hier kein Lagerfehler. |
finish_to_order, assemble_to_order, make_to_order | Die Position braucht einen Fertigungs- oder Montagefolgeprozess, bevor fertige Ware versendet werden kann. |
procure_to_order | Die Position braucht auftragsbezogene Beschaffung, bevor Ware eingelagert oder ausgeliefert werden kann. |
Keine dieser Strategien bucht fertige Ware still ins Lager. Bestellung, Reservierung, Folgeprozess und Versand bleiben getrennte Schritte. Die vollständige Entscheidungshilfe finden Sie in Fulfillment-Strategien wählen.
Verkaufbare Mischgebinde bleiben im Warenkorb, Angebot, Auftrag und in der Rechnung eine kaufmännische Position. Für Lager und Versand expandiert Workspace diese Position in die enthaltenen Varianten. Picklisten, Warenausgang und seriennummern- oder chargenpflichtige Schritte arbeiten deshalb mit den Kindvarianten, während Code und Name des Mischgebindes als Snapshot am Vorgang erhalten bleiben.
Für finish_to_order, assemble_to_order und make_to_order braucht der Fertigungsfolgeprozess einen freigegebenen Fertigungsplan, dessen primäres Ergebnis zur bestellten Variante passt. Fehlt dieser Plan, ist die Bestellung nicht falsch, aber der Folgeprozess ist blockiert, bis die Fertigungsstammdaten korrigiert sind. Details finden Sie in Fertigung und Auftragsfertigung.
Für Auswertungen bedeutet das: Commerce-Berichte zeigen Auftrag, Zahlung, Versand und offene Folgeprozesse aus dem Bestellkontext. Inventory- und Margenberichte werden erst belastbar, wenn reale Lagerbewegungen, Wareneingänge, Fertigungsbuchungen, Versandabschlüsse und Kostenwerte vorliegen.
Nutzen Sie Handel > Aufträge & Kunden > Retouren, wenn Ware zurückkommt oder ein Rückgabeprozess nötig ist. Trennen Sie Retouren sauber von manuellen Lagerkorrekturen. Bei Mischgebinden erfassen Sie die Rückgabe am kaufmännischen Mischgebinde und pflegen in der RMA-Position die zurückgekommenen Komponenten. So bleibt sichtbar, welche enthaltene Variante und welche Seriennummer oder Charge tatsächlich zurückkam.
Dokumente und Dispatch
Erzeugen Sie kaufmännische Dokumente wie Angebote, Auftragsbestätigungen, Rechnungen, Lieferscheine oder Rückgabeunterlagen aus dem Vorgang. Dokumentenprofile und Dokumentvorlagen steuern Darstellung und Zuordnung; Versandprotokolle zeigen nachvollziehbar, was verschickt wurde.
Rechnungspositionen übernehmen beim Erzeugen einen vollständigen Steuer-Snapshot aus der zugehörigen Bestellposition. Er enthält mindestens Steuer-Code, Steuersatz, Steuerart, Steuerrechtsregime, Steuerwirkung und Steuerbetrag. Workspace prüft beim Finalisieren, dass jede Position genau einen solchen konsistenten Snapshot trägt und dass die Positionssummen mit dem Rechnungskopf übereinstimmen.
Fehlt der Bestellbezug oder ist der Steuer-Snapshot unvollständig, lässt sich die Rechnung nicht finalisieren. Korrigieren Sie in diesem Fall die zugrunde liegende Bestellung oder Steuerkonfiguration. Workspace rät weder ein Steuerrechtsregime noch eine Steuerwirkung und ergänzt alte Rechnungen nicht automatisch.
Prüfen Sie finale Dokumente vor dem Versand auf Empfänger, Nummer, Datum, Betrag und Status. Prüfen Sie bei mehrseitigen Dokumenten zusätzlich Seitenumbrüche, Summenblock, Fußbereich und PDF-Ausgabe. Die Hintergründe zur automatischen Layoutberechnung finden Sie unter Dokumentlayouts und PDF-Ausgabe.
Wenn eine Bestellung eine Auftragsbestätigung nicht finalisieren oder versenden kann, zeigt Workspace eine Bestell-Readiness mit den fehlenden Voraussetzungen. Nutzen Sie die Hinweise, bevor Sie die Aktion erneut starten. Die einzelnen Blocker und nächsten Schritte stehen in Bestell-Readiness für Auftragsbestätigungen.
Arbeiten Sie Dokumente so:
- Wählen Sie das passende Dokumentenprofil für Sprache, Absender, Layout und Vorgang.
- Erzeugen Sie Vorschauen, solange der Vorgang noch bearbeitbar ist.
- Finalisieren Sie kaufmännische Dokumente erst, wenn Positionen, Beträge, Steuern und Empfänger stimmen.
- Prüfen Sie Versandprotokolle, wenn ein Dokument nicht ankommt oder erneut gesendet werden muss.
- Öffnen Sie den Bericht
Dokumentenzustellung, wenn sich Zustellprobleme häufen.
Berichte
Nutzen Sie Handel > Berichte > Dokumentenzustellung, um die Zustellung von Commerce-Dokumenten nach Empfängerdomäne zu prüfen. Auffälligkeiten stehen im selben Bericht; diese Auswertung beschreibt keinen Paket- oder Warenversand.
Nutzen Sie Commerce-Reporting für operative Kontrolle:
- Prüfen Sie Umsatz, Marge, Zahlung, Auftragsabwicklung und Retouren in den jeweils eigenen periodischen Berichten.
- Wechseln Sie zwischen Vorperiode und Vorjahreszeitraum.
- Verwenden Sie Kategorievergleiche nur mit Blick auf die angezeigte Snapshot-Abdeckung. Mehrfach zugeordnete Kategorien sind nicht addierbar.
- Beobachten Sie fehlgeschlagene Dokumentenzustellungen nach Empfängerdomäne.
- Reagieren Sie auf Zustellauffälligkeiten, bevor Kunden Dokumente mehrfach anfordern.
- Vergleichen Sie auffällige Berichte mit den zugrunde liegenden Bestellungen und Dokumenten.
Grenzen
Workflow-Status sind nicht frei editierbar. Versandkosten werden nicht aus einem Workflow-Schritt abgeleitet, sondern müssen im passenden Commerce-Kontext vorliegen. Öffentliche Checkout-Funktionen gelten nur für den jeweils erlaubten Cart-, Kanal- und Zahlungskontext.
Nächste Schritte
- Legen Sie Bestellungen mit Bestellung anlegen und pflegen an und pflegen Sie sie dort weiter.
- Führen Sie den operativen Ablauf mit Einkauf, Lager, Verkauf, Versand und Rechnung durch.
- Konfigurieren Sie Versandzonen und Versandkosten mit Lieferzonen und Versandkosten pflegen.
- Prüfen Sie blockierte Auftragsbestätigungen mit Bestell-Readiness für Auftragsbestätigungen.
- Prüfen Sie Dokumente, Versandprotokolle und Storage mit Dokumente und Storage.
- Prüfen Sie Seitenumbrüche und PDF-Ausgabe mit Dokumentlayouts und PDF-Ausgabe.