Eigene Ansichten und Dashboards planen

Für die tägliche Arbeit bringt Workspace eine vollständige Standardoberfläche mit. Entscheiden Sie hier, ob diese vorhandene Oberfläche genügt oder ob eine Zielgruppe eine eigene Übersicht, ein Kennzahlen-Dashboard, ein Kundenportal oder eine besonders fokussierte Arbeitsfläche braucht.

Nach der Entscheidung stehen Zielgruppe, benötigte Daten und erlaubte Aktionen fest. Die technische Umsetzung gehört anschließend in die verlinkte Entwicklerdokumentation.

Zuerst Standard oder eigene Oberfläche wählen

SituationPassende Entscheidung
Mitarbeiter bearbeiten breite Backoffice-Aufgaben und StammdatenStandard-UI verwenden.
Eine Rolle braucht wenige Kennzahlen und WarnsignaleFokussiertes Dashboard prüfen.
Kunden oder Partner sollen eigene Vorgänge sehenPortal mit begrenzten Daten und Aktionen planen.
Lager, Service oder Produktion brauchen einen mobilen AblaufRollenbezogene Fachoberfläche oder App prüfen.
Eine öffentliche Website oder Storefront ist das ZielMit Webseiten umsetzen beziehungsweise B2B-Onlineshop bauen starten.

Bei einem klaren Ablauf ohne unnötige Umwege bleibt die Standard-UI die passende Wahl. Eine eigene Oberfläche lohnt sich erst, wenn Zielgruppe und Aufgabe enger geschnitten sind als die allgemeine Arbeitsoberfläche. Beides muss vor dem Entwurf feststehen.

Bring your own Design

Workspace bezeichnet eigene Oberflächen, Dashboards, Portale oder Apps als Bring your own Design. Sie verwenden den Workspace-Kern ohne dessen Standardoberfläche. Daten, Berechtigungen, Workflows, Readiness und Prozesszustände bleiben in Workspace; die Zielgruppe erhält eine darauf zugeschnittene Darstellung.

custom_surfaces core Workspace-Kern Daten, Rechte, Workflows standard Standard-UI core->standard dashboard Dashboard core->dashboard portal Portal oder Fach-App core->portal

In eigenen Clients bleibt dasselbe fachliche Fundament maßgeblich; Berechtigungen, Readiness und Prozessregeln dürfen nicht als lokale Logik nachgebildet oder umgangen werden.

Die Darstellungsform bestimmen

BedarfGeeignete FormBeispiel
Verdichtete SteuerungDashboardKennzahlen, Trends und Warnsignale für Management oder Teamleitung
Schnelle TagesarbeitFachoberflächeOffene Leads, Serviceeinsätze oder Rückmeldungen mit wenigen Aktionen
Externer ZugriffPortalEigene Bestellungen, Angebote, Dokumente oder Servicefälle für Kunden und Partner
Mobiler SpezialablaufAppScan-, Status- oder Rückmeldeabläufe in Lager, Service oder Produktion
Öffentliche ProdukterfahrungWebsite oder StorefrontInhalte, Katalog, Suche, Warenkorb oder Kundenbereich im eigenen Design

Vor dem Entwurf klären

  1. Wer nutzt die Oberfläche?
  2. Welche Datensätze, Kennzahlen oder Aufgaben müssen sichtbar sein?
  3. Welche Aktionen darf die Zielgruppe ausführen?
  4. Welche Berechtigungs- und Datenschutzgrenzen gelten?
  5. Welches messbare Ergebnis soll sich gegenüber der Standard-UI verbessern?

Ein vollständiger Nachbau der Workspace-Oberfläche ist kein sinnvoller Startpunkt. Ob eine eigene Darstellung im Alltag hilft, zeigt zuerst ein klar begrenzter Ablauf.

Technischen Einstieg wählen

AufgabeDokumentation
Fähigkeiten und Ressourcen der laufenden Instanz erkennenDiscovery und Ressourcen
API-Aufrufe mit dem Referenzclient prüfenCLI und API
Einen Headless-Client oder eine Admin-Oberfläche bauenBackend-Integration für eigene Clients
Website oder Portal planenWebseiten umsetzen
Öffentliche Storefront entwickelnB2B-Onlineshop bauen
OpenAPI sicher einordnenOpenAPI verwenden

Der folgende technische Einstieg richtet sich an Entwicklungs- und Integrationsteams. Discovery und Ressourcen-Meta zeigen, welche Fähigkeiten, Felder und Aktionen eine laufende Instanz veröffentlicht. OpenAPI ergänzt die technische Analyse; es ersetzt diese Laufzeitverträge nicht. Verwenden Sie keine fest hinterlegten internen Pfade als Fallback.

Agenten sinnvoll einsetzen

Zur Vorbereitung kann ein Agent öffentliche Dokumentation auswerten, Discovery- und nucli-Prüfschritte vorbereiten oder Anforderungen in eine erste Daten- und Aktionsliste übersetzen. Fachliche Freigaben, Berechtigungsentscheidungen und Datenschutzgrenzen bleiben bei den verantwortlichen Menschen. Die sicheren Recherchegrenzen stehen unter Agenten-Einstieg.

Was im Workspace-Kern bleibt

Eigene Oberflächen fokussieren einen Ablauf; sie duplizieren nicht den fachlichen Kern. Im Workspace-Kern verbleiben insbesondere:

  • Benutzerkonten, Rollen und Berechtigungen,
  • Arbeitsbereiche und Mandantenkontext,
  • Stamm- und Bewegungsdaten,
  • Workflows, Freigaben, Readiness und Blockierungen,
  • Audit- und Datenschutzgrenzen sowie
  • öffentliche Discovery-, Ressourcen- und API-Verträge.

Woran Sie einen tragfähigen Zuschnitt erkennen

  • Die Zielgruppe sieht ihre wichtigsten Aufgaben ohne Umwege.
  • Nur erlaubte Daten und Aktionen sind verfügbar.
  • Discovery und Ressourcenverträge ersetzen interne Annahmen.
  • Fehler- und Readiness-Hinweise bleiben verständlich sichtbar.
  • Die Standard-UI wird nicht als Schattenkopie nachgebaut.
  • Fachliche Verantwortliche haben Kennzahlen und Aktionen freigegeben.

Nächste Schritte