Workflow-Wiederherstellung sicher ausführen
Diese Seite beschreibt, wie Sie einen fehlgeschlagenen Workflow-Schritt prüfen und gezielt zur Wiederherstellung einplanen. Nutzen Sie diesen Ablauf nur für einen vorhandenen Dead-Letter-Eintrag. Workspace wiederholt dabei entweder eine nicht bestätigte Transition oder genau die gespeicherte Action – niemals pauschal den gesamten Workflow.
Voraussetzungen
Sie benötigen:
- einen angemeldeten
nucli-Mandantenalias für den betroffenen Mandanten, - die Berechtigung zum Lesen und Wiederholen von Workflow-Dead-Letter-Einträgen,
- die UUID des Eintrags aus dem Workflow-Monitoring oder aus
GET /api/v1/workflow-dead-letters.
Verwenden Sie für einen erreichbaren Server immer nucli oder die tenantgebundene API. Ändern Sie weder Workflow- noch Dead-Letter-Daten direkt in PostgreSQL. numin ist kein Remote-Recovery-Client für diesen Ablauf.
Preflight prüfen
Führen Sie zuerst den read-only Preflight aus:
nucli --tenant <mandantenalias> workflow recovery replay <dead-letter-uuid>Für eine maschinenlesbare Ausgabe ergänzen Sie --json. Der Preflight liest den Eintrag, zeigt Wiederherstellungsart, Instanz, Status und Ziel und löst keine Mutation aus. Prüfen Sie insbesondere:
- Ist der richtige Mandant ausgewählt?
- Gehören Instanz, Transition oder Action zum erwarteten Fachvorgang?
- Ist der Eintrag noch offen und ist der ursprüngliche Fehler fachlich oder technisch behoben?
- Ist die Action ausdrücklich replay-sicher? Unklassifizierte Actions bleiben gesperrt.
Wiederherstellung einplanen
Wenn der Preflight den erwarteten Eintrag zeigt, planen Sie die Wiederherstellung explizit ein:
nucli --tenant <mandantenalias> workflow recovery replay <dead-letter-uuid> --applynucli wiederholt vor dem mutierenden Request den Preflight. Der Server antwortet erst mit queued, nachdem der Recovery-Auftrag persistent gespeichert wurde. Ein Worker übernimmt ihn anschließend mit Lease und monotonem Fence.
Eine Transition-Wiederherstellung führt nur die noch nicht bestätigte Transition erneut aus. Eine Action-Wiederherstellung führt nur die durch ihre persistente UUID identifizierte Action aus und ändert den Workflow-Status kein zweites Mal. Bereits erfolgreiche Action-Checkpoints werden nicht wiederholt.
Ergebnis prüfen
Prüfen Sie den Eintrag und die Workflow-Instanz erneut. Eine erfolgreiche Wiederherstellung setzt den Eintrag auf einen abgeschlossenen Status. Solange weitere offene Einträge für dieselbe Instanz bestehen, bleibt deren Dead-Letter-Zustand sichtbar.
Behandeln Sie folgende Antworten als Abbruchsignal:
401: Melden Sie den ausgewählten Mandantenalias erneut an.403: Verwenden Sie keine höheren Rechte ohne betriebliche Freigabe.404: Prüfen Sie UUID und Mandant; fremde Mandanten bleiben unsichtbar.409: Der Eintrag wird bereits bearbeitet, ist ein nicht wiederholbarer Legacy-Eintrag oder enthält eine nicht freigegebene Action.
Starten Sie bei einem Konflikt keinen Datenbank-Workaround. Klären Sie zuerst den Eintrag, die Action-Klassifikation und den laufenden Worker.