Website-Analytics und Marketing-Attribution

Nutzen Sie Website-Analytics im Site Manager, um veröffentlichte Sites, Newsletter-Links und Marketing-Kampagnen datensparsam auszuwerten. Wenn Sie Klicks auf externe Ziel-URLs messen möchten, verwenden Sie dafür Tracking-Links aus Marketing-Attribution. Workspace zeigt aggregierte Site-Nutzung, Klicks, Käufe und Umsatzbezug, ohne IP-Adressen, vollständige User-Agent-Strings oder Browser-Fingerprints als Analytics-Daten zu speichern.

Site Insight einbauen

Für eine veröffentlichte Workspace-Site müssen Sie kein Analytics-Skript und keinen Tag-Manager-Code ergänzen. Der Sitegenerator erfasst Live-Seitenaufrufe mit dem serverseitig aufgelösten Seitenpfad. Bei einem bekannten Referrer derselben Site zählt er außerdem den direkten Übergang zur nächsten Seite. Cookies, Browser-Speicher und Fingerprinting sind dafür nicht erforderlich.

EinbauMessumfang
Veröffentlichte Workspace-SiteSeitenaufrufe und bekannte direkte Übergänge werden automatisch erfasst.
Standard-Warenkorb oder eigener CheckoutWarenkorb, Checkout, Bestellungen und Umsatz gehören nicht zu Site Insight. Verwenden Sie dafür die getrennten Commerce-Berichte.
Extern ausgelieferte WebsiteDiese Aufrufe gehören nicht automatisch zu Site Insight. Workspace stellt dafür bewusst keinen Browser-Tracker bereit.

Bei mehreren Sites bleibt die Auswertung getrennt. Verwenden Sie für jede Site ihren eigenen veröffentlichten Host und lesen Sie den Bericht mit ihrer eigenen Site-ID. Führen mehrere Sites in denselben Vertriebskanal, ersetzt der Vertriebskanal die Site-Zuordnung nicht.

Prüfen Sie den Einbau nach einem Serverupdate in dieser Reihenfolge:

  1. Veröffentlichen Sie die Site unter ihrem vorgesehenen Host und prüfen Sie, dass Live-Seiten nicht aus Dev-Mode oder Vorschau ausgeliefert werden.
  2. Vergeben Sie site_analytics:read an die auswertende Rolle.
  3. Öffnen Sie CMS > Sites > <Site> > Analyse oder lesen Sie denselben Bericht mit nucli.
bash
nucli --tenant <tenant> skills show sites
nucli --tenant <tenant> sites insight <site-id> \
  --from 2026-08-01 \
  --to 2026-08-28

<site-id> ist die UUID genau einer Site. from gehört zum Zeitraum, to ist dessen exklusive Obergrenze. Beide Werte akzeptieren YYYY-MM-DD oder RFC3339; ohne Grenzen liefert der Server die letzten 30 Tage. Der Zeitraum darf höchstens 365 Tage umfassen. Die Befehlsausgabe ist JSON. Mit --summary prüfen Sie nur Erreichbarkeit und HTTP-Metadaten.

Ein MCP-fähiger Agent liest zuerst nucleus_sites_skill und ruft danach nucleus_site_insight mit siteId sowie optional from und to auf. Das Tool liest ausschließlich und benötigt keine Aktionsfreigabe. CLI, UI und MCP greifen auf denselben sitegebundenen Bericht zu; fehlende oder unterdrückte Werte dürfen Agenten nicht als Null ergänzen.

Site Insight für eine Site lesen

GET/api/v1/site/analytics/sites/{siteId}/insight

Liefert aggregierte Seitenaufrufe und bekannte direkte Übergänge für genau eine Site. Der Bericht enthält keine Besucher-, Kampagnen-, Button-, Warenkorb-, Checkout-, Bestell- oder Umsatzdaten.

BereichNameTypPflichtBeschreibung
PfadsiteIduuidJaSite im aktuellen Tenant.
Queryfromdate-time oder dateNeinInklusive Untergrenze; ohne Wert 30 Tage vor dem Zeitpunkt des Aufrufs.
Querytodate-time oder dateNeinExklusive Obergrenze; Standard ist der aktuelle Zeitpunkt.
Responsedata.disclosureFloorintegerJaMindestmenge für ausgegebene Gruppen.
Responsedata.decisionFloorintegerJaMindestmenge für Vorperiodenvergleiche.
Responsedata.pagesarrayJaSeiten mit aggregierten Aufrufen; kleine Gruppen fehlen.
Responsedata.transitionsarrayJaBekannte direkte Übergänge zwischen zwei Seiten derselben Site.
StatusBedeutung
200Der sitegebundene Bericht wurde gelesen.
400Site-ID oder Zeitraum ist ungültig.
403Das Site-Analytics-Recht fehlt.
404Die Site gehört nicht zum aktuellen Tenant oder existiert nicht.

Site-Nutzung prüfen

Öffnen Sie CMS > Sites, wählen Sie eine Site und öffnen Sie den Tab Analyse. Die Übersicht zeigt:

  • Seitenaufrufe und Hits für die Live-Site.
  • Top-Seiten nach Seitenaufrufen.
  • Ressourcenarten wie Seiten, Bilder und Dokumente.
  • Länder, sofern die Edge- oder Ingress-Schicht einen Ländercode liefert.
  • Quellen wie Direktzugriff, Newsletter, Anzeigen, organische Suche oder Verweise.
  • Externe Suche mit Suchanfragen, Seiten, Ländern, Geräten, Impressionen, Klicks, CTR und durchschnittlicher Position, wenn eine externe Search-Anbindung Daten importiert hat.

Die Auswertung zählt nur Live-Auslieferung. Dev-Mode und Vorschau erzeugen keine Produktivmetriken. CSS, JavaScript, Source Maps und Fonts werden ignoriert, damit technische Asset-Last die fachlichen Kennzahlen nicht verzerrt.

Synthetische Shop-Prüfungen zählen ebenfalls nicht in Live-Auswertungen, wenn der Prüflauf den vertrauenswürdigen Ausführungskontext synthetic oder e2e_test nutzt. Workspace trennt diese Events von Live-Seitenaufrufen, Kampagnen-Conversions und Shop-Puls-KPIs. Der Ablauf ist unter Synthetische Shop-Prüfungen beschrieben.

Workspace zeigt gültige ISO2-Ländercodes mit dem Namen aus der globalen Länderliste an. Wenn kein verwertbarer Ländercode am Backend ankommt, erscheint der Eintrag als Unbekannt.

Wenn Sie zusätzlich Suchmetriken aus Google Search Console importieren möchten, richten Sie die externe Search-Anbindung separat ein: Google Search Console einrichten

Bei Google Search Console stammen die KPI-Summen aus importierten Tages-Totals. Die Tabellen für Suchanfragen, Seiten, Länder und Geräte verwenden detailbasierte Google-Zeilen. Diese Detailzeilen können aus Aggregationsgründen bei Google niedriger ausfallen als die Tages-Totals.

Wenn Sie interne Onlineshop-Suchanfragen auswerten und daraus Synonyme, Korrekturen, kuratierte Ziele oder KI-Vorschläge pflegen möchten, nutzen Sie die eigene Anleitung zur Onlineshop-Suche kuratieren.

Site Insight für Seitenaufrufe und direkte Übergänge nutzen

Im Analyse-Tab einer Site verbindet Site Insight zwei Beobachtungen: Seitenaufrufe und bekannte direkte Übergänge zwischen zwei Seiten derselben Site. Die Ansicht gehört immer zu genau einer Site. Auch wenn mehrere Sites denselben Vertriebskanal verwenden, werden ihre Werte nicht zusammengeführt.

Wählen Sie 7, 30 oder 90 Tage oder einen eigenen Zeitraum von höchstens 365 Tagen. Das zoombare Diagramm zeigt die Häufigkeit an den Verbindungen; die Tabellen darunter enthalten dieselben Werte in zugänglicher Form. Für einen Vergleich verwendet Workspace die unmittelbar vorhergehende, gleich lange Periode.

Die Darstellung schützt seltene Vorgänge und vermeidet Scheingenauigkeit:

  • Werte unter fünf Beobachtungen werden nicht ausgegeben.
  • Vorperiodenvergleiche erscheinen erst ab 20 Beobachtungen in der jeweiligen Gruppe.
  • Beobachteter direkter Übergang bedeutet nur, dass eine bekannte Seite im Referrer unmittelbar vor einer anderen bekannten Seite stand. Daraus folgt weder eine vollständige Journey noch eine Sitzung.
  • Die gestrichelte Verbindung von der Site zu einer Seite zeigt deren Seitenaufrufe. Sie bezeichnet keinen Direkteinstieg und keine Herkunft.
  • Ohne bekannten internen Referrer ergänzt Workspace keinen Übergang. Daraus lässt sich weder ein Einstieg noch ein Abbruch ableiten.

Site Insight speichert keine Besucher-ID, keinen Browser-Fingerprint und keine IP-Adresse. Es verwendet weder Analytics-Cookies noch Browser-Speicher und misst keine exakte Verweildauer. Es ordnet Seitenaufrufe nicht Besuchern, Kampagnen, Buttons, Warenkörben, Bestellungen oder Umsatz zu. Synthetische und E2E-Prüfungen bleiben von den Live-Werten getrennt.

Damit beantwortet der Bericht bewusst nur zwei Fragen: Welche Seiten werden häufig aufgerufen, und welche direkten internen Seitenwechsel treten häufig auf? Ob ein Button funktioniert, weshalb ein Kauf abbricht oder welcher Einstieg zu einer Bestellung geführt hat, lässt sich aus Site Insight nicht ableiten. Verwenden Sie für operative Checkout-Probleme den Shop-Puls und für ausdrücklich eingerichtete Kampagnen die getrennte Marketing-Attribution.

Checkout mit Shop-Puls überwachen

Öffnen Sie Commerce > Shop-Puls, um gespeicherte Checkout-Bestellungen, erfolgreiche Platzierungen und Zahlungsübergaben getrennt zu prüfen. Eine persistierte Bestellung ist noch kein platzierter oder bezahlter Auftrag.

Die Checkout-Kennzahlen bedeuten:

KennzahlBedeutung
Persistierte CheckoutsWorkspace hat eine Bestellung aus einem Warenkorb gespeichert.
Platzierte Shop-BestellungenDer Bestellworkflow hat placed erfolgreich erreicht.
Bestellplatzierung fehlgeschlagenDie Bestellung steht nach place weiterhin auf released und der Workflow meldet einen Fehler.
Payment-Setup ausstehendDie Bestellung ist platziert, nutzt Karte, Wallet oder Guthaben, hat aber noch keine Payment-Transaktion.
ZahlungsfehlerEine vorhandene Payment-Transaktion ist tatsächlich fehlgeschlagen.

Gehen Sie bei einem Signal in dieser Reihenfolge vor:

  1. Beginnen Sie mit der Bestellplatzierung. Ist sie fehlgeschlagen, öffnen Sie in diesem Fall Workflow Monitoring und lesen Sie Transition, Action und den stabilen Fehlercode. Starten Sie keine Zahlung manuell.
  2. Bei Payment-Setup ausstehend prüfen Sie, ob der Bestellworkflow gesund ist und ob der Client den Payment-Setup-Aufruf erreicht hat. Werten Sie diesen Zustand nicht als fehlgeschlagene Zahlung.
  3. Erst danach folgt der Zahlungsfehler am vorhandenen Payment-Transaktionsdatensatz.
  4. Beschränken Sie eine Eskalation auf Bestellnummer, Zeitpunkt, Workflow- Transition, Action und sicheren Fehlercode. Kopieren Sie keine Kundendaten, Cart-Tokens oder Providerantworten.

Shop-Puls schließt vertrauenswürdig markierte Ausführungskontexte wie synthetic und e2e_test weiterhin aus den Live-Kennzahlen aus. Kontrollieren Sie regelmäßige Prüfkäufe mit Synthetische Shop-Prüfungen.

Legen Sie zuerst eine Tracking-Kampagne an und erzeugen Sie danach den Tracking-Link für die externe Ziel-URL. Workspace erstellt daraus eine eigene Tracking-URL. Verwenden Sie diese Tracking-URL in Anzeigen, Partnerseiten, Sondermailings oder Kampagnenmaterial statt der direkten Ziel-URL.

So verwenden Teams keine freien Kampagnenschlüssel mehr, sondern wählen einen gepflegten Datensatz aus.

  1. Öffnen Sie Marketing > Tracking-Kampagnen.
  2. Legen Sie eine Kampagne mit Name an. Workspace erzeugt den Schlüssel automatisch und startet die Kampagne inaktiv.
  3. Öffnen Sie die Kampagne im Detail, prüfen Sie den Schlüssel und aktivieren Sie die Kampagne erst, wenn sie für Tracking-Links auswählbar sein soll. Pflegen Sie dort bei Bedarf auch die Sortierung.
  4. Öffnen Sie Marketing > Tracking-Links.
  5. Wählen Sie die aktive Kampagne und den Kanal, zum Beispiel Anzeigen.
  6. Tragen Sie die öffentliche Ziel-URL ein, auf die Besucher nach dem Klick weitergeleitet werden sollen.
  7. Erzeugen Sie den Link. Workspace startet den Tracking-Link inaktiv.
  8. Öffnen Sie den Tracking-Link im Detail, prüfen Sie Ziel und Attribution und aktivieren Sie ihn erst, wenn die Tracking-URL verwendet werden soll.

Die Ziel-URL bleibt die externe Seite. Die Tracking-URL ist der messbare Link, den Sie ausspielen. Beim Klick speichert Workspace ein Attribution-Event und leitet Besucher anschließend auf die Ziel-URL weiter. Die Tracking-URL bleibt im Tracking-Link-Datensatz sichtbar. Teilen Sie diese URL nur mit Teams und Dienstleistern, die Links für die Kampagne ausspielen sollen.

Redirect testen

Testen Sie einen Tracking-Link im Detail des Datensatzes, bevor Sie ihn in Google Ads, Partnerseiten oder Mailings ausspielen.

  1. Öffnen Sie Marketing > Tracking-Links.
  2. Öffnen Sie den gewünschten Tracking-Link im Detail.
  3. Wählen Sie Testlink erstellen.
  4. Öffnen Sie den kopierten Testlink innerhalb einer Stunde.
  5. Wählen Sie Testklicks anzeigen, um zu prüfen, ob der Redirect als Test angekommen ist.

Workspace zählt diesen Aufruf als synthetischen Testklick. Er erscheint nicht in den Live-Klicks, verändert keine Kampagnenentscheidung und setzt kein Attribution-Cookie. Wenn der Testlink abgelaufen ist, erstellen Sie einen neuen Testlink.

Sie brauchen Berechtigungen für Site-Analytics und Marketing-Attribution. Das Lesen von Kampagnenwerten und das Erzeugen neuer Tracking-Links sind getrennte Rechte. Tracking-Links leiten bewusst auf externe Kampagnenziele weiter; verwenden Sie sie nicht als Vertrauenssiegel oder als alleinige Abrechnungsgrundlage.

Berechtigungen und Rollout prüfen

Vergeben Sie Berechtigungen so, dass Teams nur die Auswertungen und Aktionen sehen, die sie fachlich benötigen.

AufgabeBenötigtes Recht
Site-Kennzahlen lesensite_analytics:read
Site Insight lesensite_analytics:read
Kampagnenwerte und Tracking-Links lesenmarketing_attribution:read
Tracking-Kampagnen verwaltenmarketing_tracking_campaigns:list, marketing_tracking_campaigns:read, marketing_tracking_campaigns:create, marketing_tracking_campaigns:update, marketing_tracking_campaigns:delete
Tracking-Links verwaltenmarketing_tracking_links:list, marketing_tracking_links:read, marketing_tracking_links:create, marketing_tracking_links:update, marketing_tracking_links:delete
Kampagnenkosten verwaltenmarketing_campaign_costs:list, marketing_campaign_costs:read, marketing_campaign_costs:create, marketing_campaign_costs:update, marketing_campaign_costs:delete

Das IAM-Preset staff-admin enthält diese Rechte. Wenn eine Tenant-Rolle bereits vor der Analytics-Erweiterung angelegt wurde, wenden Sie das staff-admin-Preset erneut an oder ergänzen Sie die Rechte manuell in der Rolle. Das erneute Anwenden des Presets erweitert Rollen additiv; es entfernt keine selbst gepflegten Rechte.

Newsletter auswerten

Beim finalen Newsletter-Versand schreibt Workspace geeignete http- und https-Links automatisch auf Tracking-Redirects um. Die Zuordnung enthält die Kampagne, den Empfänger und die CRM-Person, wenn diese Beziehung im System bereits existiert.

Abmelde-, Bestätigungs- und bereits vorhandene Tracking-Links bleiben unverändert. Vorschauen erzeugen keine Tracking-Links, damit reine Redaktionsarbeit keine Kampagnendaten schreibt.

Bei großen Versandläufen prüft Workspace Empfänger- und Personenbezüge vor dem Umschreiben einmal pro Empfänger-Mail. Der Versand bleibt dadurch auch bei mehreren Links pro Newsletter stabil, ohne Fremdtenant-Bezüge zu akzeptieren.

Klicks und Käufe zuordnen

Ein Klick auf einen Tracking-Link erzeugt ein Attribution-Event und leitet anschließend auf die Zielseite weiter. Workspace gibt erlaubte Anzeigen- Click-IDs wie gclid, gbraid und wbraid beim Redirect an die Zielseite weiter. Andere freie Query-Parameter übernimmt Workspace nicht in den Redirect, damit keine personenbezogenen oder nicht freigegebenen Werte versehentlich fortgeschrieben werden.

Für eigene Landingpages brauchen Sie keine internen Redirect-Trackinglinks pro CTA. Vergeben Sie stattdessen stabile CTA-Keys, zum Beispiel hero-buy, pricing-trial oder sticky-checkout, und übergeben Sie diesen Key beim Warenkorbstart oder beim Hinzufügen eines Artikels als ctaKey oder nucleusCtaKey. Optional können Sie utm_source, utm_medium, utm_campaign und einen relativen landingPath mitsenden.

Workspace speichert diesen Kontext nur am konkreten Warenkorb und später an der Bestellung. Es entsteht keine Besucher-Journey. Wenn eine CTA nur zu einer weiteren Inhaltsseite führt und keinen Warenkorb- oder Checkout-Vorgang startet, kann Workspace den späteren Kauf nicht sauber dieser CTA zuordnen. Solche Klicks bleiben aggregierte Beobachtungen.

Wenn ein Besucher später eine Bestellung abschließt, ordnet Workspace den Kauf best-effort zu:

  • Bei anonymen Besuchern nur, wenn ein Consent-Cookie für Tracking vorliegt und deshalb ein kurzlebiges Attribution-Cookie gesetzt werden durfte.
  • Bei bekannten Newsletter-Empfängern oder CRM-Personen über die bestehende Systembeziehung und den letzten Klick innerhalb von 30 Tagen.
  • Bei consentless CTA-Attribution, wenn CTA-/Kampagnenkontext an den Warenkorb gebunden wurde und dieser Warenkorb zur Bestellung wurde.

Die Bestellung hängt nicht von Analytics ab. Wenn Tracking gerade nicht verfügbar ist, bleibt der Checkout funktionsfähig.

Workspace zählt eine Bestellung nur einmal als Conversion derselben Kampagne, auch wenn die Erfassung im Hintergrund wiederholt wird.

CTA-Erfolg auswerten

Die consentless CTA-Auswertung verwendet ordergebundene Snapshots. Rufen Sie die CTA-Summary über die Marketing-Attribution-API ab, um Bestellungen, Bruttowert und Währung nach CTA-Key, Landing-Pfad und Quelle zu gruppieren. Der Endpunkt nutzt dieselbe Leseberechtigung wie das Marketing-Cockpit: marketing_attribution:read.

Beispiel:

text
GET /api/v1/marketing/attribution/cta-summary?from=2026-07-01T00:00:00Z&to=2026-08-01T00:00:00Z

Optionale Filter sind siteId, campaignId, channel und ctaKey. Mehrere Währungen werden getrennt ausgewiesen; Workspace rechnet sie nicht automatisch um.

Server-seitige Conversion-Meldung vorbereiten

Workspace legt für Bestellungen mit gebundenem Google-Click-ID-Kontext eine providerneutrale Conversion-Outbox an. Der Status bleibt pending_configuration, solange keine explizite Provider-Verbindung und kein verschlüsselter Rohwert-Upload eingerichtet sind. In diesem Schnitt sendet Workspace keine Conversions automatisch an Google.

Der vorbereitete Vertrag ist bewusst eng:

  • keine Google-Tags oder Google-JavaScript-Aufrufe im Browser
  • keine gehashten E-Mail-Adressen oder Telefonnummern
  • keine IP-Adressen, vollständigen User-Agent-Strings oder Session-Attribute
  • keine Roh-Click-ID-Persistenz ohne runtime-secret-gebundene Provider-Integration

Nutzen Sie diese Outbox als technischen Vorbereitungsstand für eine spätere serverseitige Google-Integration. Prüfen Sie vor Aktivierung eines Uploads die rechtliche Grundlage, Providerbedingungen und Informationspflichten.

Kampagnenkosten pflegen

Pflegen Sie Kampagnenkosten, wenn Sie Klicks und Conversions gegen Anzeigenkosten, Versandkosten oder andere Kampagnenausgaben bewerten möchten. Workspace speichert Kosten getrennt von Klick- und Conversion-Ereignissen.

  1. Öffnen Sie Marketing > Kampagnenkosten.
  2. Wählen Sie die Kampagne und bei Bedarf den passenden Tracking-Link.
  3. Wählen Sie den Kanal, zum Beispiel Anzeigen.
  4. Tragen Sie Quelle, Zeitraum, Betrag und Währung ein.
  5. Speichern Sie den Datensatz.

Das Marketing-Cockpit zeigt danach Kosten, CPC, Cost per Conversion und ROAS, wenn Kosten- und Conversion-Währung eindeutig zusammenpassen. Workspace rechnet Währungen nicht automatisch um. Nutzen Sie Kampagnenkosten als operative Steuerungsgröße, nicht als abrechnungsfesten Provider-Beleg.

Kampagnenerfolg lesen

Öffnen Sie Marketing > Cockpit, um Kampagnenleistung übergreifend zu prüfen. Das Cockpit zeigt Klicks, Conversions, Bruttowert, Kosten, Top-Kampagnen und Top-Links aus den vorhandenen Attribution- und Kostendaten. Es zeigt außerdem, ob Attribution anonym, personenbezogen, newsletterbezogen oder unverknüpft vorliegt.

Der Analyse-Tab einer Site zeigt Kampagnenkennzahlen im Site-Kontext:

  • Klicks
  • Conversions
  • Umsatzwert
  • Kampagne und Kanal

Verwenden Sie dieselbe Tracking-Kampagne konsequent über Anzeigen, Landingpages und manuelle Tracking-Links hinweg. So können Sie erkennen, welche Kampagnen nur Traffic erzeugen und welche Kampagnen später auch Käufe auslösen.

Erfolg erkennen

Der Ablauf funktioniert, wenn der Analytics-Tab nach Kampagnenstart Klicks für die verwendete Kampagne zeigt. Nach Bestellungen aus diesem Traffic steigen zusätzlich die Conversions und der Umsatzwert. Bei Newsletter-Kampagnen erkennen Sie erfolgreiche Zuordnung daran, dass Klicks unter dem Newsletter-Kanal erscheinen und bekannte Empfänger- oder CRM-Personenbezüge in berechtigten Auswertungen verfügbar sind.

Im Marketing-Cockpit funktioniert die Auswertung, wenn die Top-Kampagnen und Top-Links dieselben Bewegungen aggregiert anzeigen. Ein Hinweis auf begrenzte Attribution bedeutet, dass Sie anonyme oder unverknüpfte Ereignisse vor einer Kampagnenentscheidung fachlich einordnen müssen.

Fehlende Werte prüfen

Nutzen Sie diese Prüfschritte, wenn der Analytics-Tab leer bleibt oder Klicks, Conversions oder Personenbezüge fehlen:

SymptomPrüfen Sie
Der Analytics-Tab ist nicht sichtbar oder Requests werden abgelehnt.Die Rolle braucht die passenden Site-Analytics- und Marketing-Attribution-Rechte. Wenden Sie bei älteren Rollen das staff-admin-Preset erneut an oder ergänzen Sie die Rechte manuell.
Site-Kennzahlen bleiben leer.Nur die Live-Auslieferung zählt. Dev-Mode, Vorschau und technische Assets erzeugen keine Produktivmetriken.
Länder fehlen oder erscheinen als unbekannt.Die Edge- oder Ingress-Schicht muss einen Ländercode liefern. Workspace speichert keine IP-Adressen, um Länder später selbst zu berechnen.
Kampagnenklicks fehlen.Verwenden Sie in Anzeigen, Partnerseiten und Sondermailings die erzeugte Tracking-URL, nicht direkt die Ziel-URL.
Beim Erzeugen eines Tracking-Links fehlt die Kampagne.Legen Sie zuerst unter Marketing > Tracking-Kampagnen eine aktive Kampagne an und wählen Sie diese im Tracking-Link aus.
Kampagnenklicks fehlen trotz erzeugter Tracking-URL.Prüfen Sie im Detail des Tracking-Links, ob der Link aktiv ist. Neue Tracking-Links starten inaktiv.
Der Redirect soll geprüft werden, aber die Kampagne soll nicht zählen.Erstellen Sie im Tracking-Link-Detail einen Testlink und verwenden Sie nicht die normale Tracking-URL.
Newsletter-Klicks fehlen.Nur der finale Newsletter-Versand schreibt Links um. Vorschauen, Abmelde-, Bestätigungs- und bereits vorhandene Tracking-Links bleiben unverändert.
Conversions fehlen.Der Kauf muss nach einem zugeordneten Klick oder einem gebundenen Cart-/Order-Kontext erfolgen. Anonyme Tracking-Link-Zuordnung benötigt Tracking-Consent; bekannte Empfänger oder CRM-Personen benötigen eine bestehende Systembeziehung. Consentless CTA-Zuordnung benötigt einen CTA-/Kampagnenkontext am Warenkorb.
CPC oder ROAS fehlen.Pflegen Sie Kampagnenkosten mit derselben Währung wie der Conversion-Wert. Bei mehreren Währungen zeigt Workspace keine ROAS-Kennzahl.
Bekannte Kunden oder Empfänger erscheinen nicht in berechtigten Auswertungen.Prüfen Sie, ob Newsletter-Empfänger und CRM-Person im System verbunden waren, bevor der finale Versand oder Klick stattgefunden hat.

Datenschutzgrenzen

Prüfen Sie vor Kampagnenstart Datenschutzhinweise, Consent-Texte und rechtliche Freigaben. Workspace hält die technische Datensparsamkeit ein, aber Sie entscheiden fachlich, ob eine konkrete Kampagne, ein Kanal oder eine Zielgruppe zulässig ist.

Workspace speichert für diese Analytics keine IP-Adressen, keine vollständigen User-Agent-Strings und keine Browser-Fingerprints. Anonyme Tracking-Link- Attribution wird nur mit Consent-Cookie aktiviert. Consentless CTA-Attribution setzt keinen Cookie und keine Besucherkennung, sondern speichert nur Kontext am Warenkorb und an der Bestellung. Personenbezug entsteht nur aus vorhandenen Systembeziehungen wie Newsletter-Empfänger oder CRM-Person.