Systemartefakt-Releases sicher anwenden
Verwalten Sie globale Setup-Bestandteile in System > Konfiguration > Setup. Workspace plant jede Änderung zuerst und speichert den anschließenden Apply-Lauf. So können Sie Zielrelease, Operationen, Blocker und Ergebnis nachvollziehen, ohne bestehende Workflow-Definitionen direkt zu verändern.
Status einordnen
Die Setup-Seite zeigt für jedes Systemartefakt einen verwalteten Zustand:
| Zustand | Bedeutung | Nächster Schritt |
|---|---|---|
Noch nicht verwaltet | Es gibt noch kein aktives Release-Binding. | Erzeugen Sie einen Plan. |
Aktualisierung verfügbar | Das Zielrelease unterscheidet sich vom aktiven Release. | Prüfen und wenden Sie den Plan an. |
Blockiert | Eine Voraussetzung oder ein Overlay verhindert den Apply. | Lesen Sie den Blocker und lösen Sie die Ursache. |
Wird angewendet | Ein persistierter Apply-Lauf besitzt die aktive Lease. | Warten Sie auf den Laufstatus; starten Sie keinen parallelen Apply. |
Abweichung erkannt | Das aktive Release konnte nicht vollständig verifiziert werden. | Prüfen Sie Lauf und Betriebsbereitschaft. |
Bereit | Zielrelease und effektives Binding sind verifiziert. | Keine Aktion nötig. |
Bereit mit Overlay | Das Zielrelease ist verifiziert und besitzt ein kompatibles aktives Overlay. | Prüfen Sie das Overlay beim nächsten Update erneut. |
Der allgemeine Bereitschaftswert bleibt während der Einführung mit älteren Provisionierungsabläufen kompatibel. Für den neuen Releasevertrag ist der Zustand des einzelnen Systemartefakts maßgeblich.
Änderung planen und anwenden
- Öffnen Sie
System > Konfiguration > Setup. - Wählen Sie die benötigten Systemartefakte.
- Starten Sie die Prüfung.
- Kontrollieren Sie Zielrelease, Ablaufzeit, Operationen und Blocker.
- Wenden Sie nur einen gültigen Plan ohne Blocker an.
- Prüfen Sie den angezeigten Apply-Lauf und aktualisieren Sie anschließend den Status.
Ein Plan ist 15 Minuten gültig. Wenn sich das Zielmanifest, der beobachtete Zustand oder die Binding-Generation ändern, lehnt Workspace den alten Plan ab. Erzeugen Sie dann einen neuen Plan. Eine Wiederholung derselben Plan-ID erzeugt keinen zweiten Lauf.
Workflow-Library und Overlays
Verwaltete Workflow-Releases veröffentlichen System-Workflows versionsgebunden. Sobald ein solches Release freigegeben und aktiviert ist, verwenden neue Instanzen das effektive globale Binding, sofern der Mandant keinen eigenen Workflow-Override besitzt. Bereits laufende Instanzen bleiben an ihre bisherige Workflow-ID und Version gebunden.
Ein aktives globales Overlay bleibt getrennt vom Produktrelease. Ändert das Zielrelease dieselbe Workflow-Ressource, blockiert Workspace den gesamten Apply. Rebasen, ersetzen oder entfernen Sie das Overlay bewusst; Workspace führt keinen automatischen Merge aus.
Die Workflow-Library bleibt blockiert, solange eine Zieldefinition einen noch nicht verfügbaren persistierten Vertrag für externe Dokumenteffekte benötigt. Verändern Sie in diesem Fall keine aktiven Workflow-Actions direkt und verwenden Sie keinen erzwungenen Apply. Der Blocker schützt bestehende Instanzen und verhindert einen nur scheinbar erfolgreichen Zielstand.
Mit nucli prüfen
Verwenden Sie eine System-Mandanten-Session mit system_init:read für Status und Plan sowie system_init:apply für Apply:
nucli --tenant system system init status --json
nucli --tenant system system init plan --artifact workflow_library --json
nucli --tenant system system init apply --plan <PLAN_ID> --json
nucli --tenant system system init run <RUN_ID> --jsontenants:init gewährt keinen Zugriff auf diese globalen Operationen. Verwenden Sie keine direkten Datenbankänderungen und kein lokales Offline-Administrationswerkzeug als Ersatz für den Serververtrag.
Mit einem Agenten arbeiten
Zeigen Sie dem Agenten zuerst den eingebauten Arbeitsablauf:
nucli skills show system-artifactsEin MCP-fähiger Agent kann denselben Ablauf über folgende Tools ausführen:
| Tool | Aufgabe |
|---|---|
nucleus_system_artifacts_skill | Zeigt die sichere Arbeitsanweisung. |
nucleus_system_artifacts_status | Liest den aktuellen Zustand. |
nucleus_system_artifacts_plan | Erzeugt einen Plan für genau ein Artefakt. |
nucleus_system_artifacts_apply | Wendet genau eine freigegebene Plan-ID an. |
nucleus_system_artifacts_run | Liest den Apply-Lauf. |
Der Agent muss Ihnen Zielrelease, Ablaufzeit, Operationen und Blocker zeigen, bevor er einen Plan anwendet. Geben Sie genau diese Plan-ID frei. Erst danach darf der Agent nucleus_system_artifacts_apply mit approved: true aufrufen. Ohne diese Bestätigung sendet nucli keinen Apply-Request. Der Server prüft zusätzlich System-Mandant, Scopes, Planbindung und Blocker; die Bestätigung ersetzt diese Prüfungen nicht.
Ein Plan erzeugt noch keinen aktiven Releasezustand und benötigt deshalb keine Apply-Freigabe. Automatisieren Sie weder Force noch Wiederholungen für abgelaufene, veraltete oder blockierte Pläne.
Die Aufgabe ist erfolgreich abgeschlossen, wenn der Apply-Lauf den Zustand succeeded und das Artefakt anschließend ready oder ready_with_overlay meldet. Ein blockierter Plan ist dagegen ein gültiger Prüfbefund: Lösen Sie zuerst die angezeigte Ursache.
Fehler sicher behandeln
Bei ERR_SYSTEM_ARTIFACT_PLAN_EXPIRED oder ERR_SYSTEM_ARTIFACT_PLAN_STALE erzeugen Sie einen neuen Plan. Bei ERR_SYSTEM_ARTIFACT_PLAN_BLOCKED lesen Sie den Blocker. Bei ERR_SYSTEM_ARTIFACT_RUN_IN_PROGRESS prüfen Sie den aktiven Lauf. Bei ERR_SYSTEM_ARTIFACT_APPLY_FAILED bleibt das vorherige Binding erhalten; prüfen Sie Betriebsbereitschaft und Laufstatus. Bei ERR_SYSTEM_ARTIFACT_VERIFICATION_FAILED bleibt das vorherige effektive Binding erhalten; prüfen Sie Laufstatus und Betriebsbereitschaft, bevor Sie erneut planen.
Siehe auch Automatisierung, Workflows und Reporting und Diagnose und Betriebsbereitschaft.