Go-live-Check nutzen

Der Go-live-Check hilft Administratoren und fachlichen Verantwortlichen, einen Mandanten vor dem Go-live zu prüfen. Er bündelt Mandanteninitialisierung, Branding, Commerce-Grundlagen, CRM-Workflows, Fulfillment, Mail, Storage, Dokumente und Service in einer fachlichen Ansicht.

Nach der Prüfung sehen Sie, welche Bereiche startklar sind, welche Voraussetzungen fehlen und welche bestehende Einrichtungsseite Sie als nächstes öffnen sollten.

Voraussetzungen

Sie benötigen Zugriff auf den Zielmandanten. Der Go-live-Check liest nur Mandanten-, Readiness- und Branding-Signale aus. Er initialisiert keine Daten automatisch und repariert keine Bestandsdaten beim Öffnen der Seite.

Prüfen Sie vor einem echten Go-live zusätzlich die betrieblichen Readiness- Hinweise unter Diagnose und Readiness.

Go-live-Check öffnen

  1. Melden Sie sich im Zielmandanten an.
  2. Öffnen Sie im Hauptmenü Workspace > Go-live-Check. Alternativ öffnen Sie die Suche und geben Go-live-Check ein.
  3. Prüfen Sie die Zusammenfassung oben auf der Seite.
  4. Wählen Sie die passende Journey:
  • Mandant vorbereiten
  • Marke & Auftritt
  • Lead bis Angebot
  • Shop & Commerce
  • Auftrag bis Fulfillment
  • Retoure & Service
  1. Öffnen Sie die vorgeschlagene Aktion, wenn ein Bereich noch offen ist.

Was die Journeys prüfen

JourneyZweckTypische Voraussetzung
Mandant vorbereitenBasis für Sprachen, Länder, Währungen, Commerce und PIM prüfen.Mandanten-Init und Lokalisierung stehen.
Marke & AuftrittLogo, Theme und Dokumentenauftritt prüfen.Aktives Primärlogo, Brand-Theme und Dokumenten-Assets sind gepflegt.
Lead bis AngebotVertriebsstart von Lead bis Angebot prüfen.CRM- und Angebots-Workflows sind auflösbar und vollständig ausführbar.
Shop & CommerceOperativen Shop-Rahmen prüfen.Vertriebskanäle, Commerce-Profile, Zahlungsziele, Steuern und Maßeinheiten sind gepflegt.
Auftrag bis FulfillmentBestellabwicklung prüfen.Order-, Shipment- und Invoice-Workflows, Storage, PDF-Ausgabe und Mailversand sind bereit.
Retoure & ServiceBetreuung nach dem Kauf prüfen.RMA, Vorgangsworkflows, Mailbox und Inbox-Übergabe sind vorbereitet.

Jede Journey zeigt danach die offenen und erfüllten Anforderungen mit Links zu den passenden Einrichtungsflächen.

Dokumentenlogos vor dem Hartschnitt prüfen

Dokumentköpfe verwenden zielbezogene BrandAssets. Ein früher gepflegtes Primärlogo oder ein Logo im Dokumentprofil ersetzt diese Zuordnung nicht. Prüfen Sie deshalb vor dem Update in der Journey Marke & Auftritt die vier Hinweise für Rechnungen, Angebote, Auftragsbestätigungen und Versand.

  1. Öffnen Sie für jede verwendete Organisation und jedes Commerce-Profil die BrandAssets.
  2. Legen Sie für jedes benötigte Ziel ein aktives Asset mit der Rolle Logo und der Erscheinung Hell oder Beliebig an:
  • Rechnung für Rechnungen, Rechnungsstornos und Gutschriften,
  • Angebot für Angebote,
  • Auftragsbestätigung für Auftragsbestätigungen und Einkaufsbestellungen,
  • Versand für Lieferscheine, Lieferavise, RMA-Dokumente und Picklisten.
  1. Kontrollieren Sie, dass jedes Asset auf eine lesbare Bilddatei im tenantgebundenen Storage verweist.
  2. Erzeugen Sie je Ziel ein repräsentatives Vorschaudokument. Prüfen Sie auch den gewünschten logo-freien Fall.
  3. Prüfen Sie für alle zehn ausgelieferten Dokumenttypen die Zuordnungen für Deutsch und Englisch. Erzeugen Sie je Sprache repräsentative Vorschauen und kontrollieren Sie, dass die sichtbaren Texte zur gewählten Sprache passen.
  4. Prüfen Sie den ausgelieferten Mailvorlagen-Katalog. Jeder verwendete Template-Key benötigt eine deutsche und eine englische Variante.
  5. Aktualisieren Sie den Go-live-Check. Die vier Hinweise dienen als Handlungsbedarf; fehlende Logos lösen keine automatische Datenänderung aus.

Für einen administrativen Agenten können Sie folgenden Auftrag verwenden:

text
Prüfe im aktuellen Tenant vor dem Dokumentenlogo-Hartschnitt alle aktiven
Commerce-Profile und ihre Organisationen. Verwende ausschließlich die
vorgesehenen API- und UI-Verträge, keine direkten Datenbankänderungen.
Ermittle für die Ziele invoice, quote, orderConfirmation und shipment, ob ein
aktives BrandAsset mit role=logo und appearance=light oder appearance=any
existiert und ob dessen tenantgebundener Storage-Master als Bild lesbar ist.
Berichte zuerst je Commerce-Profil und Ziel: bereit, fehlt oder ungültig.
Prüfe außerdem zunächst nur lesend die aktiven Standardzuordnungen aller zehn
Dokumenttypen für de und en. Erzeuge repräsentative Vorschauen und melde je
Zuordnung, ob die sichtbaren Texte zur Sprache passen. Prüfe den ausgelieferten
Mailvorlagen-Katalog und melde jeden Template-Key, für den de oder en fehlt.
Ändere erst nach meiner ausdrücklichen Freigabe. Lege danach nur die
freigegebenen fehlenden BrandAssets an, verwende vorhandene geprüfte
Bilddateien und ersetze oder lösche keine BrandLogo-Daten. Korrigiere
Dokument- oder Mailvorlagen-Zuordnungen ebenfalls nur nach ausdrücklicher
Freigabe und nur über die normalen Administrationsverträge. Erzeuge
anschließend je Ziel und Sprache eine Dokumentvorschau und melde Ergebnis sowie
offene Punkte.

Ergebnisse einordnen

Bereit bedeutet, dass die bekannte Voraussetzung erfüllt ist.

Bei Workflow-Prüfungen reicht ein gefundener Workflow nicht aus. Workspace lädt und kompiliert den vollständigen effektiven Graphen. Eine vorhandene, aber ungültige Definition bleibt deshalb offen und wird nicht als bereit angezeigt.

Offen bedeutet, dass eine Voraussetzung fehlt oder noch nicht geprüft wurde. Öffnen Sie die vorgeschlagene Aktion und pflegen Sie die fehlende Konfiguration.

Prüfen oder Fehler bedeutet, dass ein Readiness-Signal Aufmerksamkeit braucht. Nutzen Sie die verlinkte Fachseite oder die Diagnosehinweise, statt Daten direkt in der Datenbank zu ändern.

Nicht prüfbar bedeutet, dass ein technischer Readiness-Dienst nicht verfügbar war. Prüfen Sie in diesem Fall zuerst Betrieb und Diagnose.

Go-live-Prüfung abschließen

Führen Sie vor dem produktiven Start mindestens diese Schritte aus:

  1. Alle Journeys im Go-live-Check prüfen.
  2. Offene Punkte auf den verlinkten Fachseiten bearbeiten.
  3. Go-live-Check aktualisieren.
  4. Technische Readiness und Mail-/Storage-/PDF-Betrieb prüfen.
  5. Einen repräsentativen Prozess fachlich testen: Lead, Angebot, Auftrag, Fulfillment und Retoure.

Der Go-live-Check ersetzt keine fachliche Abnahme. Er zeigt die bekannten Voraussetzungen zentral an und führt Sie zu den passenden Einrichtungsflächen.