PIM-Inhalte konfigurieren

Konfigurieren Sie PIM-Inhalte, wenn Redakteure je Produktfamilie, Sprache, Vertriebskanal oder Zweck unterschiedliche Inhaltsfelder pflegen sollen. Die Konfiguration steuert, welche Felder Benutzer an einer Produktvariante sehen.

Die Benutzerpflege ist in Produktinhalte pflegen beschrieben. Entwicklerhinweise zu Snippet-Templates finden Sie in Snippet-Vorlagen entwickeln.

Begriffe

BegriffBedeutung
InhaltszweckWofür wird der Inhalt genutzt?
InhaltsschemaWelche Felder gibt es und für welchen Zweck gelten sie?
InhaltsprofilFür welche Produktfamilie, welchen Kanal oder welche Sprache gilt dieses Schema?
ProduktinhaltDie tatsächlich gepflegten Daten.
Snippet-RebuildErzeugt aus freigegebenen Daten vorgerenderte Darstellungsartefakte.

Grundmodell

Workspace ordnet ein Inhaltsschema nicht direkt einer Variante zu. Die Zuordnung läuft über Familie und Profil. Der Zweck steckt im Schema und wird am Profil automatisch übernommen:

pim_content_configuration variant Produktvariante family Produktfamilie variant->family profile Inhaltsprofil family->profile schema Inhaltsschema profile->schema content Produktinhalt schema->content

Bei der Variantenpflege leitet Workspace die Produktfamilie aus der Variante ab. Danach wählt Workspace das spezifischste aktive Profil für den Zweck des gewählten Schemas, Produktfamilie, Vertriebskanal und Sprache. Wenn kein passendes aktives Profil existiert, blockiert Workspace die strukturierte Pflege statt ein unpassendes Schema anzuzeigen.

Inhaltszwecke planen

Pflegen Sie Zwecke unter PIM > Inhalte > Zwecke, bevor Sie Schemata und Profile für einen neuen Pflegekontext anlegen.

Typische Zwecke sind:

  • Produktdetailseite
  • Sicherheitshinweise
  • SEO-Text
  • Marktplatzinhalt
  • Katalogtext
  • technischer Datenabschnitt

Zielbild: Produkttexte modular planen

Planen Sie Produkttexte als fachliche Inhaltsbereiche, nicht als eine einzige lange Textfläche. Ein Produkt kann mehrere Inhalte tragen: einen Produktdetailtext, technische Daten, Sicherheitshinweise, Download-Hinweise, SEO-Daten, Marktplatztexte oder Belegtexte. Nicht jedes Produkt braucht jeden Bereich. Ein fehlender optionaler Bereich ist deshalb nicht automatisch ein Fehler.

Trennen Sie die vier Planungsfragen konsequent:

FrageKonfiguration
Wofür ist der Inhalt gedacht?Inhaltszweck
Welche Felder braucht dieser Inhalt?Inhaltsschema
Für welche Familie, Sprache oder welchen Kanal gilt das Schema?Inhaltsprofil
Wo erscheint der Inhalt später?Storefront, Snippet, Export, Beleg oder Integration

Diese Trennung verhindert Schema-Wildwuchs. Legen Sie kein Schema Name + Beschreibung + Sicherheitshinweise und daneben ein zweites Schema Name + Beschreibung an, nur weil manche Produkte Sicherheitshinweise haben. Modellieren Sie stattdessen den Produktdetailtext und die Sicherheitshinweise als getrennte Inhaltsbereiche. Produkte ohne Sicherheitshinweise haben dann keinen Inhalt für diesen Zweck; Produkte mit Sicherheitshinweisen bekommen einen zusätzlichen freigegebenen Inhalt.

pim_content_composition purpose Inhaltszweck Was ist der Inhalt? schema Inhaltsschema Welche Felder? purpose->schema profile Inhaltsprofil Für Familie, Kanal, Sprache? schema->profile content Produktinhalt Gepflegte Daten profile->content output Ausgabe Kombiniert passende Inhalte content->output

Eine Produktdetailseite kann mehrere Zwecke einsammeln:

Bereich der AusgabeTypischer ZweckVerhalten
Kopfbereich und Beschreibungwebsite_detailMeist öffentlicher Hauptzweck.
Sicherheitshinweisesafety_instructionsNur anzeigen, wenn freigegeben vorhanden.
technische Datentechnical_specsStrukturiert rendern, wenn Werte gepflegt sind.
DownloadsdownloadsDokumente oder Hinweise kanalbezogen ergänzen.
SEO-MetadatenseoFür Titel, Beschreibung und Suchvorschau nutzen.

Die Ausgabe entscheidet, welche Zwecke sie rendert. Der Zweck selbst bleibt fachlich. Er beschreibt nicht, ob der Text auf einer Webseite, in einem Feed, bei einem Marktplatz oder in einem Beleg erscheint.

Zweck, Kanal und Schema unterscheiden

Nutzen Sie den Inhaltszweck für die fachliche Art des Inhalts. Nutzen Sie den Vertriebskanal für die Ausspielung oder kanalbezogene Abweichung. Nutzen Sie das Schema für die Felder, die Redakteure in diesem Kontext pflegen müssen.

SituationModellieren Sie so
Sicherheitshinweise gelten überall gleich.Ein Zweck safety_instructions, Profil ohne Vertriebskanal.
Sicherheitshinweise unterscheiden sich für Amazon.Derselbe Zweck safety_instructions, zusätzliches Profil mit Amazon-Vertriebskanal.
Amazon braucht andere Felder für Listing-Texte.Zweck marketplace_listing, kanalgebundenes Schema oder Profil.
Eine Sprache braucht andere Pflichtfelder.Dasselbe Zweckmodell, sprachgebundenes Profil.
Ein Produkt hat keine Sicherheitshinweise.Kein Produktinhalt für safety_instructions; kein leeres Pflichtfeld im Detailtext.

Legen Sie keine Mischschlüssel wie web_safety, amazon_safety oder ebay_safety an, wenn der fachliche Inhalt Sicherheitshinweise bleibt. Solche Schlüssel vermischen Inhaltsart und Ausgabekanal. Das erschwert Fallbacks, Wiederverwendung, Übersetzung, Freigabe und spätere Exporte.

Nutzen Sie stattdessen:

ZweckVertriebskanalBedeutung
safety_instructionsleerAllgemeine Sicherheitshinweise als Fallback.
safety_instructionsWebshopWebshop-spezifische Sicherheitshinweise.
safety_instructionsAmazonAmazon-spezifische Sicherheitshinweise.
safety_instructionseBayeBay-spezifische Sicherheitshinweise.

Der leere Vertriebskanal steht für allgemeine Inhalte. Kanalgebundene Profile beschreiben bewusste Abweichungen. So kann eine Ausgabe zuerst den passenden kanalgebundenen Inhalt verwenden und danach auf den allgemeinen Inhalt zurückfallen, wenn kein spezieller Inhalt vorhanden ist.

Eigene Zwecke sinnvoll schneiden

Trennen Sie Zwecke, wenn ein Inhaltsbereich fachlich eigenständig ist. Das ist typisch, wenn sich Verantwortlichkeit, Freigabe, Pflichtstatus, Prüfprozess, Wiederverwendung oder Ausgabe deutlich unterscheidet.

FrageEigener Zweck ist sinnvoll, wenn ...
Wer pflegt den Inhalt?ein anderes Team oder eine andere Rolle verantwortlich ist.
Wer prüft den Inhalt?Freigabe, Recht, Compliance oder Produktmanagement getrennt prüfen.
Wo erscheint der Inhalt?der Bereich in mehreren Ausgaben wiederverwendet wird.
Welche Felder braucht er?die Feldstruktur klar anders ist als beim Haupttext.
Ist der Bereich optional?viele Produkte ihn nicht brauchen und leere Felder stören würden.
Ist der Bereich nachweispflichtig?der Inhalt separat nachvollziehbar bleiben soll.

Beispiele für eigene Zwecke:

ZweckTypische FelderWarum getrennt?
website_detailName, Kurzbeschreibung, Beschreibung, HighlightsHauptdarstellung für Produktseiten.
safety_instructionsWarnstufe, Hinweistext, Normbezug, GültigkeitFachlich und oft rechtlich eigenständig.
technical_specsLeistungsdaten, Maße, Kompatibilität, SchnittstellenStrukturiert auswertbar und vergleichbar.
seoSEO-Titel, Meta-Beschreibung, SuchvorschauAndere Zielgruppe und andere Länge.
marketplace_listingHeadline, Bulletpoints, MarktplatzbeschreibungKanal- und Marktplatzanforderungen.
catalog_copyKatalogüberschrift, Kurztext, Print-HinweiseAndere Ausgabeform und Freigabelogik.
document_line_textBelegname, Positionstext, LieferhinweisBelegkontext statt Storefront-Kontext.

Legen Sie keinen neuen Zweck an, wenn nur ein einzelnes Wort anders formuliert werden soll oder wenn dieselbe Struktur nur für eine Produktfamilie etwas andere Labels braucht. Nutzen Sie in solchen Fällen ein anderes Schema oder ein anderes Profil für denselben Zweck.

Optionale Inhaltsbereiche planen

Viele Produkttexte sind optional: Sicherheitshinweise, Downloads, Kompatibilität, Pflegehinweise, Zubehörhinweise oder regulatorische Abschnitte gelten nicht für jedes Produkt. Modellieren Sie solche Bereiche nicht als Pflichtfelder in einem großen Sammelschema, wenn sie fachlich eigenständig sind.

Eine robuste Planung folgt diesem Muster:

  1. Der Hauptzweck enthält nur die Felder, die fast jedes Produkt für diese Darstellung braucht.
  2. Eigenständige Zusatzbereiche bekommen eigene Zwecke.
  3. Die Ausgabe rendert Zusatzbereiche nur, wenn ein freigegebener Inhalt für den Zweck vorhanden ist.
  4. Readiness-Regeln entscheiden separat, ob ein optionaler Bereich für einen bestimmten Kanal verpflichtend wird.
  5. Redakteure sehen keine leeren Pflichtblöcke für Produkte, die den Bereich fachlich nicht brauchen.

Dadurch bleibt die Pflege ergonomisch. Gleichzeitig können Produkte mit erweiterten Anforderungen sauber zusätzliche Inhalte tragen.

Schema-Varianten ohne Zweck-Wildwuchs nutzen

Ein Zweck kann mehrere Schemata haben. Das ist sinnvoll, wenn der fachliche Inhalt gleich bleibt, aber Familie, Kanal oder Sprache andere Felder brauchen.

FallZweckSchema-/Profilentscheidung
Maschinen brauchen Warnstufe und Normbezug.safety_instructionsSchema für Maschinenfamilien.
Kleidung braucht Pflege- und Materialhinweise.safety_instructions oder care_instructionsZweck nach fachlicher Bedeutung wählen.
Amazon verlangt Bulletpoints statt Langtext.marketplace_listingKanalgebundenes Profil mit passendem Schema.
B2B-Portal braucht technische Langdaten.technical_specsVertriebs- oder portalgebundenes Profil.
Englische Texte brauchen andere Pflichtfelder.gleicher ZweckSprachgebundenes Profil, wenn fachlich nötig.

Mehrere Produktfamilien können dasselbe Schema verwenden, wenn ihre Inhaltsstruktur gleich ist. Eine Produktfamilie braucht ein eigenes Schema, wenn Redakteure dort andere Felder, andere Pflichtlogik oder andere Hilfetexte brauchen.

Mehrsprachige Produktinhalte planen

Planen Sie Sprache zuerst am Produktinhalt, nicht am Profil. Ein Produktinhalt ist die konkrete Sprachversion für eine Produktvariante. Das Inhaltsprofil entscheidet nur, welches Schema für diesen Pflegekontext gilt.

Nutzen Sie deshalb ein sprachneutrales Inhaltsprofil, wenn alle Sprachen dieselben Felder verwenden. Legen Sie sprachgebundene Inhaltsprofile nur an, wenn eine Sprache wirklich einen anderen Feldvertrag braucht.

SituationEmpfohlene Konfiguration
Deutsch, Englisch und Französisch nutzen dieselben Felder.Ein aktives Inhaltsprofil ohne Sprache. Pro Sprache einen eigenen Produktinhalt pflegen.
Englisch braucht zusätzliche Pflichtfelder oder andere Feldtypen.Dasselbe Zweckmodell behalten, zusätzlich ein englisch gebundenes Inhaltsprofil mit passendem Schema anlegen.
Ein Marktplatz braucht andere Felder nur für eine Sprache.Profil für Produktfamilie, Vertriebskanal und Sprache anlegen.
Nur die Texte unterscheiden sich.Keine neuen Profile oder Schemata anlegen; die Unterschiede gehören in die jeweiligen Produktinhalte.
Nur Feldlabels oder Hilfetexte sollen übersetzt erscheinen.Labels am Schema oder an der Oberfläche pflegen; kein neues Profil nur für übersetzte Beschriftungen anlegen.

Das robuste Grundmuster für mehrsprachige Pflege ist:

  1. Legen Sie den fachlichen Zweck an, zum Beispiel website_detail.
  2. Legen Sie ein Schema mit den Feldern an, die für diesen Zweck gelten.
  3. Legen Sie pro Produktfamilie ein aktives Profil ohne Sprache an, wenn alle Sprachen dieselbe Struktur verwenden.
  4. Pflegen Sie danach je Produktvariante und Sprache eigene Produktinhalte.
  5. Ergänzen Sie sprachgebundene Profile nur für echte Strukturabweichungen.

Vermeiden Sie Profile pro Sprache als reine Kopien. Solche Kopien erhöhen den Pflegeaufwand und machen später unklar, welches Schema wirklich abweichen soll. Ein leeres Sprachfeld im Profil bedeutet in der Planung: Das Profil gilt allgemein für die Produktfamilie und wird auch für andere Sprachen verwendet, solange kein spezifischeres aktives Profil existiert.

Ausgabeformate bewusst komponieren

Storefronts, Snippets, Exporte und Belege dürfen mehrere passende Inhalte kombinieren. Planen Sie deshalb nicht nur den Pflegebildschirm, sondern auch die spätere Ausgabe.

AusgabeTypische eingesammelte Zwecke
Produktdetailseitewebsite_detail, technical_specs, safety_instructions, downloads, seo
Produktkarteöffentlicher Hauptzweck, optional kompakter Teaser-Zweck
Marktplatzfeedmarketplace_listing, safety_instructions, kanalbezogene Medien
Print-Katalogcatalog_copy, technical_specs, downloads
Angebot oder Auftragsbestätigungbelegbezogene Commerce-Zwecke

Die Ausgabe muss fehlende optionale Zwecke tolerieren. Ein fehlender Sicherheitshinweis darf zum Beispiel keinen technischen Fehler erzeugen, wenn der Bereich für das Produkt nicht verlangt wird. Wenn ein Kanal den Bereich rechtlich oder fachlich verlangt, modellieren Sie diese Pflicht über Readiness oder fachliche Freigaberegeln statt über ein überladenes Hauptschema.

Häufige Planungsfehler vermeiden

FehlerWarum er problematisch istBesser
Ein Sammelschema enthält alle denkbaren Felder.Redakteure sehen leere Blöcke und unklare Pflichtfelder.Hauptzweck klein halten, Zusatzbereiche trennen.
Zwecknamen enthalten Kanalnamen.Fallbacks und Wiederverwendung werden schwer.Zweck fachlich schneiden, Kanal über Profil setzen.
Marktplatztexte werden im Webtext gepflegt.Website und Marktplatz überschreiben sich fachlich.Eigenen Marktplatzzweck oder kanalgebundenes Profil nutzen.
Technische Werte stehen nur in HTML.Storefront kann nicht filtern, sortieren oder gezielt ausgeben.Strukturierte Felder oder Attribute nutzen.
Optionale Bereiche werden als Pflichtfelder erzwungen.Entwürfe blockieren, obwohl der Bereich nicht gilt.Optionalen Zweck und separate Readiness nutzen.
Jeder kleine Textunterschied erzeugt einen neuen Zweck.Die Zweckliste wird unübersichtlich.Schema, Profil, Labels oder Kanalbindung verwenden.
Jede Sprache bekommt ein kopiertes Inhaltsprofil.Profile werden schwer wartbar, obwohl sich nur Texte unterscheiden.Sprachneutrales Profil nutzen und Produktinhalte pro Sprache pflegen.

Entscheidungsfragen vor dem Anlegen

Prüfen Sie vor neuen Zwecken, Schemata und Profilen:

  • Beschreibt der geplante Zweck eine fachliche Inhaltsart oder nur einen Kanal?
  • Kann derselbe Zweck in mehreren Ausgaben wiederverwendet werden?
  • Braucht der Inhaltsbereich eigene Freigabe oder eigene Verantwortung?
  • Gibt es Produkte, die diesen Bereich gar nicht brauchen?
  • Sind die Felder redaktionelle Texte oder auswertbare Attribute?
  • Muss der Inhalt für Sprache oder Vertriebskanal abweichen?
  • Weicht die Feldstruktur pro Sprache wirklich ab oder nur der Text?
  • Soll ein allgemeiner Inhalt als Fallback gelten?
  • Welche Ausgabe rendert den Bereich und was passiert, wenn er fehlt?

Trennen Sie Zwecke, wenn Verantwortung, Felder, Freigabe oder fachlicher Inhaltsbereich wirklich abweichen. Legen Sie keinen neuen Zweck an, nur weil ein einzelner Text etwas anders formuliert werden soll.

Markieren Sie genau den aktiven Zweck als Öffentlicher Hauptzweck, dessen freigegebene Inhalte öffentlich als Standard-Produktinhalt dienen sollen. Der öffentliche Katalog, die Suche, Readiness-Prüfungen und Standard-Produktdaten verwenden diesen Zweck. Ein Tenant kann nur einen aktiven öffentlichen Hauptzweck haben.

Inhaltsschemata vorbereiten

Öffnen Sie PIM > Inhalte > Schemata, wenn Ihr Team strukturierte Produktinhalte pflegen möchte.

Legen Sie ein Schema an, wenn eine Produktfamilie, ein Kanal oder ein Zweck klare Felder braucht, zum Beispiel Kurzbeschreibung, Vorteile, technische Angaben, Kompatibilität, Nutzungsbedingungen oder SEO-Text.

Wählen Sie beim Schema immer den passenden Zweck. Der Zweck ist Pflicht, weil das Schema nicht nur eine technische Feldliste ist. Es beschreibt einen fachlichen Inhaltsvertrag: Diese Felder gehören zu genau diesem Verwendungszweck. So trennt Workspace zum Beispiel Produktdetailseiten, SEO-Texte, Marktplatzinhalte, Feeds oder Katalogtexte voneinander.

Diese Trennung verhindert, dass Felder aus einem Zweck unbemerkt in einem anderen Zweck auftauchen. Ein Schema für Marktplatzinhalte soll nicht automatisch auf einer Produktdetailseite erscheinen. Ein SEO-Schema soll nicht als Pflegeformular für technische Produktdaten dienen.

Das Inhaltsprofil übernimmt den Zweck automatisch aus dem gewählten Schema. Sie wählen den Zweck deshalb nicht noch einmal im Profil. Das Profil entscheidet, wann ein Schema gilt, zum Beispiel für eine Produktfamilie, einen Vertriebskanal oder eine Sprache. Wenn kein passendes aktives Profil existiert, blockiert Workspace die strukturierte Pflege statt ein unpassendes Schema anzuzeigen.

FrageAntwortet diese Konfiguration
Wofür sind die Felder gedacht?Zweck am Inhaltsschema
Welche Felder gibt es?Feldliste im Inhaltsschema
Für welche Familie, welchen Kanal oder welche Sprache gilt das Schema?Inhaltsprofil

Prüfen Sie vor dem Aktivieren:

  • Der Schlüssel ist eindeutig und verständlich.
  • Der Zweck existiert und passt zum späteren Einsatz.
  • Die Feldliste enthält nur Daten, die Redakteure für diese Produktfamilie wirklich pflegen sollen.
  • Pflichtfelder passen zur Pflegeaufgabe und blockieren frühe Entwürfe nicht unnötig.
  • Labels helfen Redakteuren, das Feld ohne interne Erklärung zu verstehen.
  • HTML-Felder sind nur dort vorgesehen, wo Redakteure Absätze, Listen, Tabellen oder Links brauchen.
  • Strukturierte Arrays und Objekte bleiben strukturiert, wenn die Storefront einzelne Werte gezielt ausgeben soll.

Genutzte Inhaltsschemata ändern

Ändern Sie ein Inhaltsschema nicht direkt, sobald ein aktives Inhaltsprofil darauf zeigt. Workspace behandelt das Schema dann als genutzt. Das gilt auch, wenn noch kein Produktinhalt mit diesem Schema gespeichert wurde.

Workspace schützt die Feldkonfiguration, damit bestehende Pflegeformulare, Produktinhalte, Readiness-Regeln und Ausgaben nicht auseinanderlaufen. Im Tab Konfiguration speichern Sie die vollständige Feldliste. Deshalb zählt auch ein geändertes Feldlabel als Änderung an dieser Feldliste.

Auch Löschen ist blockiert, solange ein aktives Inhaltsprofil auf das Schema zeigt. Lösen Sie zuerst die Profilbindung: Stellen Sie das Profil auf ein neues Schema um, deaktivieren Sie das Profil oder löschen Sie das Profil, wenn der Pflegekontext nicht mehr gebraucht wird. Erst danach kann das alte Schema gelöscht werden.

ÄnderungRichtiger Weg
Feld hinzufügen, entfernen oder umbenennenNeues Schema oder neue Schemaversion anlegen.
Feldlabel, Hilfetext, Pflichtlogik oder Feldtyp in der Konfiguration ändernNeues Schema oder neue Schemaversion anlegen.
Zweck, Schlüssel oder Version ändernNeues Schema anlegen und bewusst versionieren.
Genutztes Schema löschenErst alle aktiven Inhaltsprofile lösen, deaktivieren oder löschen.
Name, Beschreibung oder Anzeigename des Schemas ändernDirekt ändern, solange die Feldkonfiguration unverändert bleibt.

Gehen Sie für strukturelle Änderungen so vor:

  1. Legen Sie ein neues Schema an, zum Beispiel SEO V002.
  2. Pflegen Sie dort die neue Feldliste und die gewünschten Labels.
  3. Stellen Sie das passende Inhaltsprofil kontrolliert auf das neue Schema um.
  4. Prüfen Sie danach die Pflege, Readiness und Ausgabe für die betroffene Produktfamilie.

Wenn das alte Schema nicht ersetzt werden soll, deaktivieren oder löschen Sie stattdessen zuerst die zugehörigen Inhaltsprofile. Prüfen Sie danach, dass kein aktives Profil mehr auf das Schema zeigt, und löschen Sie erst dann das Schema.

Kurz gesagt: Bauen Sie ein genutztes Schema nicht um. Legen Sie eine neue Version an und hängen Sie das Inhaltsprofil auf diese Version um. Löschen Sie ein Schema erst, wenn kein aktives Inhaltsprofil mehr darauf zeigt.

Produktfamilien als Schemaschnitt nutzen

Nutzen Sie die Produktfamilie als fachliche Grenze für Inhaltsschemata. Eine Familie braucht ein eigenes Schema, wenn Redakteure dort andere Textblöcke, andere Pflichtfelder oder andere HTML-Abschnitte pflegen sollen.

Mehrere Produktfamilien können dasselbe Schema nutzen, wenn sie dieselbe Inhaltsstruktur brauchen.

FamilienmusterZweck des SchemasTypische Feldarten
Varianten mit erklärungsbedürftigen LeistungsdatenProduktdetailseite mit Nutzentext und FaktenName, Kurzbeschreibung, Highlights, Einsatzbereiche, technische Daten
Varianten mit KompatibilitätsbezugProduktdetailseite mit Zuordnung zu anderen ProduktenName, Beschreibung, Kompatibilität, Lieferumfang, Hinweise
Varianten mit digitalen NutzungsbedingungenProduktdetailseite mit Nutzungs- und BereitstellungsinformationenName, Beschreibung, Systemanforderungen, Lizenzhinweise, Downloads
Varianten mit regulatorischen HinweisenProduktdetailseite mit PflichtinformationenName, Beschreibung, technische Daten, Entsorgung, Herstellerangaben

Planen Sie keine Sammelschemata, die alle denkbaren Felder enthalten. Sie erzeugen leere Bereiche, unklare Verantwortung und fehleranfällige Vorlagen.

Inhaltsprofile zuordnen

Öffnen Sie PIM > Inhalte > Profile, um ein aktives Schema einem Pflegekontext zuzuordnen.

Nutzen Sie Profile, wenn eine Produktfamilie, ein Webshop, Portal, Marktplatz oder eine Sprache andere Felder benötigt. Lassen Sie die Sprache leer, wenn das Profil allgemein für alle Sprachversionen mit derselben Feldstruktur gelten soll.

Die Auflösung folgt dieser Reihenfolge:

  1. Produktfamilie, Vertriebskanal und Sprache
  2. Produktfamilie und Vertriebskanal
  3. Produktfamilie und Sprache
  4. Produktfamilie

Wählen Sie im Profil das passende Inhaltsschema. Workspace übernimmt den Zweck aus diesem Schema und zeigt ihn in Listen als Kontrollinformation. Halten Sie Profile eindeutig. Ein Team sollte für denselben abgeleiteten Zweck, dieselbe Produktfamilie, denselben Vertriebskanal und dieselbe Sprache klar erkennen, welches Schema gilt.

Inhaltsprofil-Scope mit Produktfamilie, Vertriebskanal und Sprache
Inhaltsprofil-Scope mit Produktfamilie, Vertriebskanal und Sprache

Ein globales Profil ersetzt kein fehlendes familiengebundenes Profil für die Variantenpflege. Legen Sie deshalb für jede produktiv gepflegte Familie mindestens ein aktives Profil für den benötigten Zweck an.

Snippet-Rebuild betreiben

Starten Sie nach Änderungen an Produktinhalten, Medien, Snippet-Vorlagen oder relevanten Scopes einen Snippet-Rebuild, wenn die Storefront vorgerenderte Snippet-Artefakte nutzt.

Der Rebuild läuft asynchron. Die Storefront muss deshalb mit fehlenden oder noch nicht aktualisierten Snippets umgehen können. Fehlende Snippets machen Suchtreffer nicht ungültig.

Ein Rebuild kann global, sprachbezogen oder vertriebskanalbezogen laufen. Prüfen Sie den Fortschritt im Taskstream und wiederholen Sie den Rebuild nur, wenn die Ursache der fehlenden oder veralteten Artefakte geklärt ist.

Häufige Fehler

  • Ein Inhaltsschema wird angelegt, aber kein aktives Inhaltsprofil verweist darauf.
  • Eine Produktfamilie hat kein aktives Inhaltsprofil für den benötigten Zweck.
  • Ein gemeinsames Schema sammelt Felder aus mehreren Familien, obwohl die Felder fachlich nicht zusammengehören.
  • Pflichtfelder blockieren Entwürfe, obwohl sie erst vor Veröffentlichung nötig sind.
  • Profile überschneiden sich so, dass Teams nicht erkennen, welches Schema gilt.
  • Ein genutztes Schema wird im Tab Konfiguration geändert, obwohl ein aktives Inhaltsprofil darauf zeigt.
  • Ein Inhaltsschema wird gelöscht, obwohl noch ein aktives Inhaltsprofil darauf zeigt.
  • Nach Template- oder Inhaltsänderungen wird kein Rebuild gestartet.

Nächste Schritte