Container und Ingress

Nutzen Sie Container-Images, wenn Sie Workspace über Docker, eine Containerplattform oder eine orchestrierte Laufzeit betreiben. Der Ingress oder Reverse Proxy bildet den öffentlichen Zugang ab und leitet Anfragen an Workspace weiter.

Wenn Sie Workspace nur lokal ausprobieren möchten, starten Sie mit Docker-Demo in 10 Minuten.

Architektur

container_ingress_architecture browser Browser ingress Reverse Proxy / Ingress browser->ingress HTTPS workspace Workspace Container ingress->workspace postgres PostgreSQL workspace->postgres storage Storage workspace->storage

Wann passt Containerbetrieb?

Containerbetrieb eignet sich, wenn Ihre Umgebung:

  • Images und Rollouts zentral steuert,
  • Health-Checks und Neustarts automatisiert,
  • persistente Volumes bereitstellt,
  • Ingress, TLS und Routing zentral verwaltet,
  • Secrets über Plattformmechanismen bereitstellt.

Für direkte Linux-Installation ohne Containerplattform nutzen Sie Serverinstallation.

Komponenten

KomponenteAufgabe
Server-Imagebetreibt die Workspace-API und die eingebettete Administrationsoberfläche
Reverse Proxy oder Ingressstellt TLS, Hostnamen und öffentliche Routen bereit
PostgreSQLhält die relationale Datenbank außerhalb des Containers
Persistenter Speicherhält Konfiguration, Uploads, Dokumente und generierte Dateien
Secretsstellen NUCLEUS_KEY, Datenbankpasswort und weitere geheime Werte bereit

Container-Image

Verwenden Sie ein explizites Release-Image:

text
git.schukai.me/releases/nucleus:4.59.0

Verwenden Sie keine beweglichen Tags für produktive Deployments. Ein expliziter Versionstag macht Rollbacks und Supportfälle nachvollziehbar.

Persistenter Speicher

Workspace benötigt persistenten Speicher für:

  • verschlüsselte Konfigurationsdatei, zum Beispiel /data/nucleus.config.enc,
  • Storage-Pfad für Uploads, Dokumente und generierte Dateien,
  • Betriebsdaten, die nicht im Container-Dateisystem verloren gehen dürfen.

Der Server kann die verschlüsselte Konfiguration nur zusammen mit dem passenden NUCLEUS_KEY lesen. Bewahren Sie Konfigurationsdatei und NUCLEUS_KEY getrennt, aber wiederherstellbar auf.

Setup und Laufzeit

Starten Sie den Container beim ersten Mal interaktiv, damit der Setup-Assistent die verschlüsselte Konfiguration erzeugen kann. Danach stellen Sie NUCLEUS_KEY als Secret oder Umgebungswert bereit und starten die Laufzeit regulär.

Die lokale Schritt-für-Schritt-Anleitung steht unter Docker-Demo in 10 Minuten.

Ingress und TLS

Betreiben Sie Workspace in produktiven Umgebungen hinter einem Reverse Proxy oder Ingress. Der Proxy nimmt öffentliche HTTPS-Verbindungen an, verwaltet das Zertifikat und leitet intern an den Workspace-Container weiter.

Setzen Sie bei TLS-Terminierung am Proxy:

text
X-Forwarded-Host: workspace.example
X-Forwarded-Proto: https

Weitere Details stehen unter TLS und Reverse Proxy.

System Domains

System Domains (CSV) enthält die Hostnamen, über die die Administrationsoberfläche vor der Mandantenauswahl erreichbar ist. Für lokale Demos reicht localhost; für produktive Umgebungen ergänzen Sie die öffentliche Admin-Domain.

Weitere Details stehen unter System Domains verstehen.

Häufige Fehler

FehlerUrsache
localhost als Datenbank-HostIm Container zeigt localhost auf den Workspace-Container selbst, nicht auf PostgreSQL.
NUCLEUS_KEY fehltDer Server kann /data/nucleus.config.enc nicht entschlüsseln.
Zertifikat nicht gemountetDer Setup-Assistent sieht nur Pfade im Container.
Storage nicht persistentUploads, Dokumente und Konfiguration gehen beim Containerwechsel verloren.
öffentliche Domain fehltDer Systemzugang erkennt die Admin-Domain nicht.

Verwenden Sie in Docker Compose als Database host den Service-Namen der PostgreSQL-Datenbank, zum Beispiel postgres.

Start prüfen

Prüfen Sie nach jedem Start:

bash
curl -sk https://workspace.example/api/v1/ping

Prüfen Sie zusätzlich:

  • Browseranmeldung funktioniert,
  • Administrationsoberfläche lädt,
  • PostgreSQL ist verbunden,
  • Storage ist beschreibbar,
  • öffentliche URL und TLS passen zur Ingress-Konfiguration.

Update und Rollback

Führen Sie Container-Updates kontrolliert aus:

  • neues Image mit explizitem Versionstag beziehen,
  • Prüfsumme oder Signatur nach Ihrem Betriebsstandard prüfen,
  • Container neu starten,
  • technische und fachliche Smoke-Tests ausführen,
  • bei Fehlern auf den vorherigen Versionstag zurückrollen.

Die vollständige Anleitung steht unter Updates und Rollback.

Nächste Schritte