Beleg-Positionstexte konfigurieren

Konfigurieren Sie Beleg-Positionstexte über ProductContent-Zwecke, Inhaltsschemata und Inhaltsprofile. Legen Sie keinen festen Vertriebskanal wie direct als Textart an. Vertriebskanäle sind optionale Gültigkeitskontexte; die Belegart wird über den Zweck gesteuert.

Diese Seite richtet sich an PIM-Administratoren. Nach der Konfiguration können Benutzer je Produktvariante freigegebene Belegtexte pflegen, die Workspace für neue finale Commerce-Dokumente ermittelt und als Positions-Snapshot speichert.

Planungsmodell

Workspace löst Belegtexte so auf:

commerce_document_content document Belegart purpose ProductContent-Zweck document->purpose profile Inhaltsprofil purpose->profile schema Inhaltsschema profile->schema content freigegebener ProductContent schema->content snapshot Positions-Snapshot content->snapshot

Der Resolver berücksichtigt Tenant, Produktvariante, Zweck, Belegsprache und optional Vertriebskanal. Er verwendet nur freigegebene Inhalte. Ein Inhalt in einer anderen Sprache ist kein Ersatz.

Planen Sie die Konfiguration in dieser Reihenfolge:

  1. Legen Sie den Commerce-Zweck für die Belegart an.
  2. Legen Sie ein Inhaltsschema mit den benötigten Textfeldern an.
  3. Binden Sie das Schema über ein aktives Inhaltsprofil an die Produktfamilie.
  4. Lassen Sie Benutzer freigegebenen ProductContent für Variante, Sprache und Zweck pflegen.

Zwecke anlegen

Legen Sie diese Zwecke unter PIM > Inhalte > Zwecke an, wenn Ihr Tenant die jeweilige Belegart nutzt:

ZweckBelegartTypischer Textstil
commerce_quote_lineAngeboterklärend, vertriebsnah
commerce_order_confirmation_lineAuftragsbestätigungverbindlich, eindeutig
commerce_invoice_lineRechnung, Storno, Gutschriftknapp, buchungsnah
commerce_shipment_lineLieferscheinlogistisch eindeutig
commerce_rma_lineRMArücksende- und prüfbezogen
commerce_picklist_linePicklistekurz, lagergeeignet
commerce_purchase_order_lineEinkaufsbestellunglieferantentauglich

Nutzen Sie denselben Zweck für alle Produktfamilien, wenn die Belegart gleich bleibt. Unterschiedliche Produktfamilien erhalten unterschiedliche Inhaltsschemata oder Profile, nicht unterschiedliche Zwecknamen.

Schema vorbereiten

Legen Sie ein Inhaltsschema für Belegtexte an. Das Schema sollte mindestens dieses Feld enthalten:

FeldTypVerwendung
lineTextTextHaupttext der Belegposition

Optional können Sie name und shortText ergänzen, wenn Ihr Team weitere strukturierte Textbestandteile pflegen möchte. Halten Sie das Schema knapp. Belegtexte sind keine Produktdetailseiten.

Empfohlene Mindeststruktur:

FeldPflichtHinweis
lineTextJaSichtbarer Positionstext für den Beleg
nameNeinNur für bewusst abweichende Belegnamen
shortTextNeinKurze Fassung für kompakte oder interne Ausgaben

Vermeiden Sie Felder für Preise, Liefertermine, Bestände oder Steuern. Diese Informationen kommen aus Commerce-, Inventory- oder Procurement-Daten und nicht aus ProductContent.

Profile zuordnen

Ordnen Sie das Schema über Inhaltsprofile zu:

  1. Wählen Sie den Commerce-Zweck.
  2. Binden Sie die Produktfamilie.
  3. Wählen Sie die Sprache, wenn das Profil sprachspezifisch sein soll.
  4. Wählen Sie den Vertriebskanal nur, wenn der Text für diesen Kanal abweicht.
  5. Aktivieren Sie das Profil.

Planen Sie pro produktiv genutzter Produktfamilie und Belegsprache ein aktives Profil. Ein globaler Vertriebskanal ersetzt keine fehlende Produktfamilien- Konfiguration.

Die Konfiguration ist abgeschlossen, wenn für jede genutzte Belegart und Produktfamilie ein aktiver Zweck, ein aktives Schema und ein aktives Profil existieren. Benutzer sehen den Zweck dann in der Inhaltspflege der passenden Produktvariante.

Fallback-Verhalten

Wenn kein passender freigegebener ProductContent existiert, erzeugt Workspace einen Fallback-Snapshot. Der Beleg bleibt erzeugbar und nutzt den manuellen Positionstext oder Produktnamen. Workspace setzt keinen Cross-Language-Fallback ein.

Nutzen Sie Fallbacks als Warnsignal für fehlende redaktionelle Pflege. Legen Sie die passenden Inhalte vor dem finalen Beleglauf an, wenn der Text zwingend belegfähig sein muss.

Betrieb

Belegpositionen speichern den ermittelten Text als Snapshot. Dadurch verändern spätere PIM-Änderungen bestehende finale Belege nicht still. Neue Belege nutzen den dann aktuellen freigegebenen ProductContent.

Nächste Schritte